Der Platz auf dem sie steht
scheint schon zu Urzeiten stark besucht worden zu sein. Denn es handelt sich um
eine urgeschichtliche, heidnische Kultstätte und die St. Sisinius Kirche
wurde gleich nach der Christianisierung hier erbaut. Das vorromanische Kirchlein
ist eines der ersten steinernen Zeugen von
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Im Inneren wurden keine Fresken gefunden und heute steht sie praktisch leer. Trotzdem kann man das Kirchlein in seiner harmonischen Einheit von Bauwerk und Landschaft, in seinem wehrhaften Charakter mit der sie umgebenden Mauer als Gottesburg an vielbefahrenen Wegen als ein Wahrzeichen des Vinschgaus bezeichnen (Rampold).
Der Kirchenhügel selbst ist sagenumwoben. Da gibt es Sagenmotive von einem versunkenen Schloß oder vom goldenen Kegelspiel und, recht eigenartig, ist die Überlieferung, daß bei St. Sisinius der Hunnenkönig Attila begraben sein soll. Unbestritten ist der Hügel ein guter Aussichtspunkt. Eine Reihe von Bänken laden dazu ein, die herrliche Ruhe zu genießen und etwas zu verweilen um den Blick über die Felder schweifen zu lassen, dort wo früher die Flußauen das Schwemmland bedeckten oder die Reste der noch heute erhaltenen Auwälder stehen. Vor allem lassen sich von hieraus gut die beiden grundverschiedenen Vegetationen der beiden Talseiten erkennen: Die sonnenbeschienenen kahlen Leiten als Dorngrassteppe auf der Nordseite und die bewaldete und wasserreiche Südseite, genannt Nörderberg. |