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Im Sinne der Umwelt. Der Prius galt von jeher als Wegbereiter in Sachen
Hybrid, und während das erste Modell noch ausschließlich in der
Variante "Verbrennungsmotor arbeitet mit Elektromotor" verfügbar
war, gehen die Japaner mit der dritten Generation den nächsten Schritt und
bauen zudem auch eine rein elektrisch angetriebene Plug-in-Hybridversion. Während
sich diese Variante zunächst jedoch auf den Nahverkehr beschränkt,
gehen wir hier und heute auf den Prius mit bewährtem Hybrid-Synergy-Drive
ein. Nicht nur, dass dieses Modell für den Privatkunden derzeit einfach die
attraktivere Alternative darstellt, die aktuelle Generation wurde zudem in allen
Punkten verbessert. So unterschreitet das Fahrzeug nun sogar die 4-Liter-Marke
und erreicht mit einem CO2-Ausstoß von lediglich 89 g/km einen absoluten
Bestwert und das nicht nur in seinem Segment.
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Karosserie Umweltbewusstsein
schließt nicht unbedingt ein futuristisches Design aus, wie der aktuelle
Prius beweist. Auch wenn sich der Toyota proportional etwas vergrößerte,
so bleibt er der keilförmigen Karosserie treu, wirkt aber dank bewusster
Modifikationen deutlich moderner, wenn auch weiterhin ein wenig ungewöhnlich,
so aber angenehm auffälliger.
Neue Leuchteinheiten vorne wie
hinten erstrahlen in LED-Technik und die blauen Applikationen in den
Frontscheinwerfern stehen dabei ebenso für den Hybridantrieb, wie die
blauen Toyota-Embleme.
Die weiter nach hinten gezogene
Dachlinie soll die Sicht nach hinten verbessern, doch das Heckdesign mit der
eigenwilligen Fenster-/Kofferraumgestaltung und dem markanten Knick sind auch in
Zukunft dem Fahrer absolut im Blick. Da der Scheibenwischer ohnehin nur die
obere Scheibe säubert, ist gerade bei Nässe der untere, steil stehende
Teil (das eigentliche Sichtfenster) überhaupt nicht frei und in der Regel
stark verschmutzt.
Die Park Distance ist unbedingt
zu empfehlen, eine Rückfahrkamera ist leider nur in Verbindung mit dem
nicht gerade preiswerten Navigationssystem erhältlich.
Ebenfalls nur gegen Aufpreis im
Prius enthalten, ist der Toyota Park Assist. Diese Einparkhilfe erkennt
geeignete Parklücken mittels Ultraschall-Sensoren und manövriert das
Fahrzeug in selbige automatisch ein. Der Fahrer muss einzig mittels Bremspedal
das Tempo regulieren. |
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Innenraum/Kofferraum Im
Innenraum hat Toyota eine deutliche Schippe draufgelegt und ein wesentlich
harmonischeres Cockpit geschaffen. Der kleine Automatik-Wahlhebel wirkt
regelrecht wie ein verspielter Joystick der blau aufleuchtet, ganz im
Hybridlook. Platziert ist der Gangwahlhebel auf der Flying Bridge, was für
eine freischwebende Mittelkonsole steht. Hierdurch fühlt man sich gut
eingepackt, eben ganz wie in einem Cockpit. Das darunter befindliche Staufach
bietet zudem Platz für diversen Kleinkram. Die neu gezeichnete
Armaturentafel wirkt nun wesentlich harmonischer und wie aus einem Guss, zudem
schafft sie mehr Platz im Innenraum.
Dennoch müssen wir leider
das reichlich verwendete Hartplastik bemängeln und deren optische
Gestaltung. Toyota setzt nicht nur beim Prius auf eine Anzahl verschiedener
Muster, doch wie bereits bei den Schwestermodellen angemerkt, wirkt das
Interieur so recht unruhig. Im Falle unseres Testwagens kommen zudem noch die
Veloureinsätze in den Türen hinzu, alles in allem vermittelt der Prius
somit leider keinen all zu hochwertigen Eindruck.
Unten abgeflachte Lenkräder
sind wahrlich nichts neues, doch im Falle des Prius hat man den Eindruck, Toyota
hätte sich nicht wirklich getraut. Die Abflachung ist so dezent, dass das
Lenkrad einfach nur nicht mehr wirklich rund wirkt. Weiteres Manko, die hier
platzierten Bedientasten sind nicht beleuchtet.
Apropos Tasten, regelrecht rätselhaft
ist uns die Funktion der zahlreichen Platzhalter links neben dem Lenkrad. Für
welche Funktionen sollten all diese Schalter stehen? Die Bedieneinheit in der
Mittelkonsole dagegen befindet sich nicht nur auf angenehmer Höhe, sondern
ist intuitiv in der Handhabung. Nur der Navigations-Bildschirm will optisch
nicht so recht in das moderne Bild passen.
Von der mittig platzierten
Instrumenteneinheit inklusive Digitaltacho und Anzeige des Hybridantriebes
wollten sich die Japaner auch in der dritten Generation nicht lösen, doch
dank neuem und serienmäßigen Head-up-Display liegen diverse Anzeigen
wieder gut im Blickfeld.
Das Display projiziert nicht
nur die Geschwindigkeit in die Frontscheibe, sondern auch Informationen über
das Hybrid-System, das Navigationssystem und die Geschwindigkeitsregelanlage
sowie das optionale Pre-Crash Safety System. Im Falle unseres Testwagens
allerdings war die Anzeige des Head-up-Displays überraschend unscharf und
auch wenn die Optik in der Helligkeit und Höhe verstellbar ist, so konnten
wir nicht die Schärfe regulieren.
Nehmen wir nun die Plüschsofas
unter die Lupe. Die Velourssitze sind erfreulicherweise letzten Endes straffer
gepolstert als sie es optisch erahnen lassen, dennoch nicht rückenfreundlich
und leider ohne jeglichen Halt, dabei ist das Gestühl nach Aussage der
Verantwortlichen neu konstruiert. Schade, dass hiervon nur die Fondpassagiere
profitieren. Dank der schmaleren Lehnen erweitert sich deren Beinraum um 20
Millimeter. Auch die Kopffreiheit nahm um 15 Millimeter zu, so sitzen wir auch
als Großgewachsener bequem und ohne Enge.
Die neue Sitzkonstruktion macht
sich aber auch im Gepäckabteil bemerkbar. In Verbindung mit der kompakteren
Batteriekühlung ist es Toyota gelungen, das Stauvolumen von 408 auf 445
Liter zu vergrößern. Die maximale Kapazität wuchs sogar um 335
Liter. Hierzu muss einzig die im Verhältnis 60:40 umklappbare Rückbank
umgelegt werden. Der ebene Ladeboden, Zwischenboden sei Dank, vermeidet nicht
nur störende Schwellen, sondern bietet darunter zusätzliche Verstaumöglichkeiten
sowie eine abwaschbare Plastikwanne. |
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Komfort/Fahrwerk/Bremsen Das
Fahrwerk ist rundum auf Komfort ausgelegt, für unseren Geschmack sogar eine
Spur zu sehr. Der sportliche Typ wird mit dem Prius wahrlich nicht glücklich.
Andererseits passt dieser Charakter perfekt zu dem eher zähen Fahrverhalten
des Motors, doch dazu kommen wir noch.
Toyota stellt im aktuellen
Prius dem Fahrer drei Fahrprogramme "EV-Modus, ECO-Modus und den
POWER-Modus" zur Seite, die sich per Tastendruck auswählen lassen. Im
EV-Modus sind wir bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h rein elektrisch
unterwegs. Die Reichweite ist dabei abhängig vom Ladezustand der
Hybridbatterie.
Bis zu Tempo 70 ist es möglich
das Fahrzeug überwiegend elektrisch fortzubewegen, der Verbrennungsmotor
schaltet sich nur beim starken Beschleunigen oder bei niedrigem Ladezustand der
Batterie zu. Ist der ECO-Modus aktiviert, schaltet sich der Benzinmotor bei
Bedarf zu, das Ansprechverhalten auf Gasbefehle ist hier noch zurückhaltender.
Um effizient unterwegs zu sein, arbeitet auch die Klimaautomatik dann im
Sparmodus. Gegenteilig hierzu arbeitet der POWER-Modus, doch erwarten Sie keine
Wunder.
Die geschwindigkeitsabhängige
Servolenkung ist ebenfalls auf Energieeinsparen ausgelegt und passt leichtgängig
arbeitend zum Gesamtcharakter.
Die Bremsanlage mit innenbelüfteten
Scheibenbremsen vorn wartet mit einem weiterentwickelten elektronisch
gesteuerten Bremssystem ECB mit integrierter Bremsenergie-Rückgewinnung
sowie einem Bremsassistenten BA auf und arbeitet in Verbindung mit der
Antriebsschlupfregelung TRC und dem elektronischen Stabilitätsprogramm
VSC+. Die elektrische und mechanische Bremsung sich ergänzen und ineinander
übergehen, ist die Dosierbarkeit nicht optimal, das Ansprechverhalten ist
gut, bei einer Vollbremsung steht der Prius aus Tempo 100 nach rund 39,5 Metern.
Unser Resümee: Wer es von
vorne herein gemütlicher angehen lässt und auf Komfort und Effizienz
setzt, findet im Prius den idealen Begleiter. Wer Kurven jedoch gerne einmal zügiger
durchfährt, verliert hier schnell die Lust. Wenn auch stets gutmütig
beherrschbar, kommt hier einfach kein gutes Fahrfeeling auf. Und das Effizienz
sportliches Fahrverhalten nicht ausschließen muss, haben schon etliche
Spardiesel bewiesen. |
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Motor/Getriebe Nicht
die Optik und auch nicht das Innenraumdesign zählen zu den wahren
Verkaufsargumenten eines Prius. Zweifelsohne ist es auch bei der aktuellen
Version der Hybridantrieb und die damit verbundene Umweltfreundlichkeit, die die
Käuferschicht lockt. Und genau letztere haben die Japaner durch eine
weitere Verbrauchsreduzierung verbessert, zugleich konnten die Ingenieure aber
auch die Leistung anheben.
So wurde zum einen der bisher
eingesetzte 1,5-Liter-Motor mit 78 PS durch ein 1,8-Liter-Vierzylinder-Aggregat
mit 99 PS ersetzt. Das maximale Drehmoment stieg um weitere 23 Prozent an und
erreicht 142 Newtonmeter. Mit einer Steigerung von 50 auf 60 Kilowatt,
entspricht 82 PS statt 68 PS, kann auch der Elektromotor mit einer Verbesserung
aufwarten. Hier liegt das maximale Drehmoment bei 207 Nm. Mit der hinzukommenden
Leistung von 42 kW des Generators, schafft es der Prius III nun auf eine
Gesamtleistung von 136 PS.
Was bleibt jedoch, ist der ehe
zähe Antritt, den der Prius hinlegt. Sehr gemach geht der Kompakte zunächst
mit dem Elektroantrieb ans Werk. Aber auch unter Einsatz des sich zuschaltenden
Benziners, ändert sich nichts großartig an dieser Tatsache. Der Motor
heult zwar laut auf, doch der Vortrieb bleibt zurückhaltend.
Fahrspaß steht hier
wahrlich nicht im Vordergrund, wenn sich die Werte auch im Einzelnen
verbesserten. So erhöhte sich nicht nur die Topspeed von 170 auf 180 km/h,
sondern auch der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 gelingt um rund eine halbe
Sekunde schneller und liegt jetzt bei 10,4 Sekunden.
Doch nun zu dem Aspekt, der
viel mehr interessieren dürfte. Um wie viel Liter ist es den Ingenieuren
gelungen, den Verbrauch zu reduzieren? Laut Hersteller sind es 0,4 Liter, womit
der Prius die Vier-Liter-Marke unterschreitet und sich im Schnitt mit 3,9 Litern
begnügen soll - und man bedenke, wir sitzen in einem Benziner und nicht in
einem Diesel.
Das solch vorbildliche Werte
natürlich nicht bei höheren Autobahngeschwindigkeiten zu erreichen
sind, sollte klar sein. Denn hier kann der Prius keine Vorteile aus dem
Hybridantrieb schöpfen. Dennoch bewegten wir uns auch hier bei
Richtgeschwindigkeit um die sechs Liter.
Absolut überzeugen kann
der Toyota-Schützling aber vor allen Dingen in punkto CO2-Emissionen. Denn
mit lediglich 89 Gramm pro Kilometer macht der Prius nicht nur den Fahrzeugen in
seinem Segment etwas vor.
Ein stufenloses Getriebe trifft
nicht jedermanns Geschmack, ist aber im Prius stets serienmäßig
verbaut und trägt seinen erheblichen Teil zum realen
Beschleunigungsverhalten bei. |
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Sicherheit Mit
dem Prius ging Toyota 1997 in Japan bzw. im Jahr 2000 in Deutschland mit dem
alternativen Antriebskonzept "Hybrid" erstmals in Großserie und
leistete zweifelsohne Pionierarbeit. Selbst heute, in der dritten Generation,
ist es einzig Honda mit dem Insight gelungen, da ein bisschen mitzuhalten, sieht
man mal von der hauseigene Tochter Lexus ab.
Nicht ganz so
zukunftsorientiert gestaltet sich jedoch die Sicherheitsausstattung, zwar
grundsolide und mit guten Ergebnissen in diversen Crashtests, verzichten die
Japaner auch beim aktuellen Prius auf moderne Fahrerassistenz-Systeme.
Einzig das präventive
Pre-Crash Safety System mit der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage ACC stellt
hier eine Ausnahme dar. Per Mikrowellen-Radar erkennt das System Hindernisse die
sich vor dem Fahrzeug befinden und minimieren daraufhin die Folgen eines
drohenden Crashs. Allerdings verlangt dieses System dem Käufer nicht nur
1.500,- Euro ab, sondern ist ausschließlich in Verbindung mit der
Ausstattungslinie Executive verfügbar. |
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Ausstattung/Kosten Wer
auf Umweltbewusstsein setzt, muss immer noch über das nötige Kleingeld
verfügen. So ist es auch beim aktuellen Toyota Prius nicht anders, der bei
25.750,- Euro startet.
Abgesehen vom Sicherheitspaket
umfasst die Basis allerdings bereits eine Menge an serienmäßigen
Features. Sei es das Head-up-Display, die Klimaautomatik, das Audiosystem
inklusive CD, ein Multifunktionslenkrad, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel,
eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung sowie ein schlüsselloses
Zugangs- und Startsystem oder aber schicke Alufelgen und Nebelscheinwerfer.
Die elektronisch geregelte
Geschwindigkeitsregelanlage, das höhen- und längsverstellbare
Lederlenkrad und die 17"-Leichtmetallfelgen sind für 27.050,- Euro in
der nächsthöheren Version Life inklusive.
Wer noch etwas höher
hinaus möchte, sollte zweitausend Euro mehr für die Topvariante
Executive ausgeben. Im Aufpreis enthalten ist neben dem 6fach CD-Wechsler und
der Bluetooth-Freisprecheinrichtung unter anderem auch ein Regensensor. Die
Liste der Sonderausstattungen hält zudem Einparkhilfen und
Navigationssysteme sowie verschiedene Paketen bereit.
| (Stand: Januar
2012) |
AL |
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Technische Daten
| Hubraum |
1.798 cm³ |
| Zylinderzahl |
4 |
| Ventile |
16 |
| kW/PS - U/min |
HSD: 100/136 1,8 VVT-i:
73/99/5.200
Elektro: 60/82 |
| Nm bei U/min |
1,8 VVT-i: 142/4.000 Elektro:
207 |
| Abgasnorm |
Euro 5 |
| CO2-Ausstoß |
89 g/km |
| Kraftstoffart |
Super |
| Tankvolumen |
45 Liter |
| Verbrauch innerorts |
3,7 Liter |
| Verbrauch außerorts |
3,9 Liter |
| Verbrauch Mix |
3,9 Liter |
| Reichweite |
> 1.150 km |
| Höchstgeschwindigkeit |
180 km/h |
| Sprint 0 - 100 km/h |
10,4 Sekunden |
| Länge |
4.460 mm |
| Breite |
1.745 mm |
| Höhe |
1.490 mm |
| Radstand |
2.700 mm |
| Wendekreis |
11,80 m |
| Kofferraumvolumen |
445 Liter |
| Leergewicht inkl. 75 kg Fahrer |
1.445 kg |
| Zul. Gesamt-Gewicht |
1.805 kg |
| Zuladung |
3605 kg |
| Dachlast |
75 kg | |
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