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Ganz schön geladen, der Kleine.
Kompressoraufgeladen! Nissan
setzt mit dem Micra DIG-S seine Pure-Drive-Strategie gelungen fort. Während
bieher ein Fahrzeug die 130 Gramm CO2-Grenze unterschreiten muss, um das "Pure-Drive"-Siegel
tragen zu dürfen, setzt die vierte Generation des Micra mit dem neuen "DIG-S"-Aggregat
neue Maßstäbe. Es handelt sich bei dem 1,2 Liter-Triebwerk um einen
Ottomotor mit Direkteinspritzung und Kompressoraufladung, der in der
Basisausstattung lediglich 95 g CO2 pro km emittiert. Der Durchschnittsverbrauch
beträgt laut Angaben des Herstellers 4,1 Liter pro 100 Kilometer.
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Der in über 160 Ländern
angebotene Kleinwagen basiert auf einer neuen Plattform, die künftig
weltweit auch für die anderen Baureihen des Hauses genutzt wird. In der
Rubrik "Cityflitzer" wird der Kleine seinem Anspruch absolut gerecht
und bietet einfaches Handling dank ausreichend direkter und leichtgängiger
Servolenkung in Verbindung mit einem kleinen Wendekreis und guter Rundumsicht.
Die Fahrwerksabstimmung zeigt sich dabei angenehm agil und bewahrt sich aber
dennoch ausreichend Federungskomfort.
Die Effizienzsteigerung
resultiert im Falle des Micra DIG-S aus diversen Maßnahmen, unter anderem
durch Gewichtseinsparung an Fahrwerk, Innenraum und natürlich auch am
Voll-Aluminium-Motor mit nur noch drei statt vier Zylindern.
Das kompakte Aggregat mit
Vierventilkopf und einer variablen Ventilsteuerung samt elektronisch gesteuerter
Abgasrückführung ist zudem an ein serienmäßiges
Start/Stopp-System gekoppelt, das während unserer Testfahrt fehlerfrei
funktionierte. Warum die Schöpfer jedoch auf eine Schaltpunktanzeige
verzichteten, ist uns in Anbetracht der zahlreichen "Sparmaßnahmen"
nicht ganz klar. |
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Dafür wiederum wurde eine
Lichtmaschine verbaut, die im Gegensatz zu einer konventionellen Anlage nicht
permanent über einen Keilriemen angetrieben wird. Stattdessen wird über
die regenerative Lichtmaschine des Motors beim Bremsen Energie zurück
gewonnen und der Batterie zugefügt.
Zu den Hauptelementen in punkto
Technik zählt neben der Benzindirekteinspritzung aber vor allen Dingen der
Kompressor. Das 1,2 Liter Triebwerk, basierend auf dem 80 PS starken
Vierzylinder, greift dank des Laders - trotz seines fehlenden Zylinders - auf
gesteigerte 98 PS zu und bietet ein erhöhtes maximales Drehmoment von 142
Newtonmeter Drehmoment, minimiert aber zugleich den Verbrauch und den CO2-Ausstoß
- und genau hier liegt der Unterschied.
Der Lader verdichtet schon bei
niedrigen Drehzahlen die angesaugte Luft und kühlt sie zugleich ab, was ein
spontaneres Ansprechverhalten und zusätzliche Durchzugskraft mit sich
bringt. Doch die im Micra verbaute On/Off-Kupplung schaltet den Kompressor bei
langsamer Fahrt automatisch ab und senkt somit den Verbrauch.
Dieser liegt im Durchschnitt
bei der handgeschalteten Basisversion bei 4,1 Liter pro 100 Kilometer, was einem
CO2-Ausstoß von nur 95 g/km entspricht. Mit etwas mehr Gewicht liegen die
höher ausgestatteten Linien mit 0,2 Liter Mehrverbrauch und einem
CO2-Ausstoß von 99 Gramm pro Kilometer etwas über diesem Wert. Während
unserer Stadtrundfahrt pendelten wir uns bei durchschnittlich sechs Liter ein,
womit wir gut 0,8 Liter über dem von Nissan angegeben Verbrauch lagen. Der
derzeit für Euro 5 zertifizierte Motor ist zudem schon jetzt für die
Abgasstufe Euro 6 vorbereitet.
Akustisch hält sich der
Dreizylinder angenehm zurück, verzichtet aber unter Volllast nicht auf das
typische, geradezu niedliche Dreizylinder-Brummen. Mit Sparsamkeit kann der
DIG-S schon mal überzeugen, doch wie sieht es mit den Fahrleistungen aus?
Mit 11,3 Sekunden von null auf
Tempo 100 kann sich der Kleinwagen durchaus auch hier sehen lassen und so
spurteten wir freudig von Ampel zu Ampel. Außerhalb der Stadt geht ihm wie
erwartet etwas die Luft aus, zieht aber geduldig bis 180 km/h hoch.
Geschaltet wird über ein
manuelles Fünfganggetriebe, das dem Anspruch genügt und auf Wunsch
durch ein stufenloses CVT-Getriebe ersetzt werden kann. Dieses nimmt dem Kleinen
jedoch nicht nur die Spritzigkeit, sondern hebt den Verbrauch auch auf fünf
Liter an und steigert den CO2-Ausstoß auf 115 g/km, womit sich aber auch
der Automat mühelos den "Pure-Drive"-Stempel verdient. |
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Mit serienmäßigem
ESP, ABS, der elektronischen Bremskraftverteilung und dem Nissan Bremsassistent
sowie unter anderem auch sechs Airbags erreichte die neue Micra-Generation vier
Sterne beim strengen Euro NCAP-Test.
Außerdem sind im
Basismodell Visia für 12.340,- Euro neben diesen genannten
Sicherheitsmerkmalen eine höhenverstellbare Lenksäule,
Zentralverriegelung mit Fernbedienung und elektrische Fensterheber vorn
enthalten.
Der Großteil der Käuferschaft
gönnt sich nach Angaben des Herstellers die nächsthöhere Variante
Acenta für 14.840,- Euro. Diese beinhaltet zudem einen höhenverstellbaren
Fahrersitz inklusive Armlehne, ein Lederlenkrad sowie -schaltknauf, das
Entertainment-System inklusive Radio/CD-Kombination, AUX-Eingang, vier
Lautsprecher und einer Bluetooth-Schnittstelle.
Diese attraktiv bestückte
Ausstattungslinie kann des weiteren um den aufpreispflichtigen Parkguide PSM ergänzt
werden. Dieser hilft, die stets passende Parklücke zu finden. Hierzu muss
nur der PSM-Knopf betätigt und die fragliche Fahrzeugseite durch setzen des
Blinkers angegeben werden. Bei Geschwindigkeiten unterhalb von 25 km/h sucht das
System nach geeignetem Parkraum und zeigt diesen im Display an. Scannt das
System eine Fläche, die 3.780 mm (Fahrzeuglänge) plus über einen
Meter misst, erscheint ein "OK". Sind es nur 60 bis 99 Zentimeter ein "schwierig"
und wird dieser Abstand unterschritten, zeigt der Parkguide ein "nicht
ratsam" an. |
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Dieses Feature ist in der
Topausstattung Tekna sogar serienmäßig an Bord, ebenso das große
Glasdach, das Navigationssystem NISSAN Connect mit fünf Zoll großem
farbigen Touchscreen-Display, ein Regensensor, das schlüssellose
Startsystem mit Start/Stopp-Knopf wie auch die Fahrtlichtautomatik. In der
Kombination mit dem Schaltgetriebe verlangt diese Version dem Kunden 17.040,-
Euro ab.
Doch nicht nur
ausstattungsbedingt differenzieren die einzelnen Ausstattungsniveaus, auch
optisch sind Unterschiede auszumachen. Während die Basis auf 14 Zoll großen
Stahlfelgen daherrollt und die Türgriffe sowie Außenspiegelgehäuse
in schwarzem Kunststoff gehalten sind, ist die Linie Acenta schon mit
15-Zoll-Stahlfelgen bestückt. Die schwarz getönten B-Säulen, in
Wagenfarbe lackierte Türgriffe, Spiegel und Rammschutzleisten wie auch die
Chromspange im oberen Kühlerschlitz sorgen sogleich für einen
wertigeren Auftritt. Eine zusätzliche Chromleiste am unteren Kühllufteinlass,
Nebelscheinwerfer und Leichtmetallfelgen zieren dann das Topmodell.
Der verlängerte Radstand
kommt allen Versionen des neuen Micra zu gute und bietet neben einem für
das Fahrzeugniveau guten Platzangebot einen Stauraum von 265 bis maximal 1.132
Liter bei dachhoher Beladung.
| (Stand: Oktober
2011) |
AL |
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Technische Daten - 1.2
DIG-S Handschalter
| Hubraum |
1,198 cm³ |
| Zylinderzahl |
3 |
| Ventile |
12 |
| kW/PS - U/min |
72/98/5.600 |
| Nm bei U/min |
142/4.400 |
| Abgasnorm |
Euro 5 |
| CO2-Ausstoß |
95 g/km |
| Kraftstoffart |
Super |
| Tankvolumen |
41 Liter |
| Verbrauch innerorts |
5,0 Liter |
| Verbrauch außerorts |
3,6 Liter |
| Verbrauch Mix |
4,1 Liter |
| Reichweite |
1.000 km |
| Höchstgeschwindigkeit |
180 km/h |
| Sprint 0 - 100 km/h |
11,3 Sekunden |
| Länge |
3.780 mm |
| Breite |
1.665 mm |
| Höhe |
1.515 mm |
| Radstand |
2.450 mm |
| Wendekreis |
9,30 m |
| Kofferraumvolumen |
265 - 1.435 Liter |
| Leergewicht inkl. 75 kg Fahrer |
1.030 kg |
| Zul. Gesamt-Gewicht |
1.435 kg |
| Zuladung |
405 kg | |
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