|
Kleiner Crossover auch im Verbrauch klein! Der kleine Bruder des Outlander kommt schon optisch
richtig sportlich daher, das Jetfigther-Design steht dem Japaner sehr gut. Innen
sind dann die Anleihen beim Outlander deutlich sichtbar, eine feine
Materialanmutung, ein schickes Ambientelicht am Rand des großen Glasdaches
und sportlich-straffe Sitze sorgen für gutes Unterkommen. Der kleine
Benziner mit 117 PS ist leise und sehr sparsam, wenn man sich mit dem etwas zähen
Vortrieb begnügt, kitzelt man Leistung raus - was nur mit viel Drehzahl
geht - dann steigt auch der Verbrauch. Das Fahrwerk unterstützt zwar einen
flotten Fahrstil, schnelle Kurvenfolgen sorgen für ein unsicheres Gefühl
beim Lastwechsel, straff gibt sich die Schaltung, standfest die Bremsen. Ab
17.990,- Euro geht der ASX los
|
 |

 Bilder anklicken zum Vergrößern! |
|

Karosserie Er
reiht sich nahtlos in das neue Familiengesicht von Mitsubishi ein, und das ist
auch gut so, denn das Jetfigther Design steht dem ASX sehr gut, die
Frontscheinwerfer mit dem serienmäßig eingebauten "bösen
Blick" flankieren den großen Kühlergrill, der mit einer breiten
Chromleiste umrandet ist.
Für den extra Schuss
Dynamik und Abenteuer sorgen die aus dunklem Kunststoff angesetzte Frontschürze
mit den schick integrierten Nebelscheinwerfern sowie die markant ausgestellten
vorderen Radhäuser. Auch die Seitenschweller sind aus schwarzem Kunststoff
gefertigt und schaffen eine schöne Verbindung zu den schwarzen
Fensterholmen an der Seite und der dunklen Dachreling, die ein herrlich großes
Glasdach einrahmt.
Die sanft ansteigende Gürtellinie
und die entsprechend abfallende Dachlinie sorgen für eine sich nach hinten
verjüngende Fensterfläche, die mit zum dynamischen Gesamtbild beiträgt.
Über die echten Türgriffe lassen sich die vier Türen bequem öffnen.
Ein schöner Rücken
ist natürlich auch beim ASX reine Geschmacksache, aber die grimmigen Rückleuchten,
die zu einer Art Unterfahrschutz mutierte untere schwarze Hälfte der
Heckschürze, die schräge stehende Heckscheibe mit dem kleine
Dachkantenspoiler, das alles macht den Japaner zumindest mal unverwechselbar. |
|

 |
|

Innenraum/Kofferraum Wer
schon mal im Mitsubishi Outlander gesessen hat, der fühlt sich im ASX
sofort zuhause. Das Lenkrad und die drei runden Drehknöpfe für die
Heizung/Lüftung sind praktisch 1 zu 1 übernommen und auch die Sitze
sind, mal abgesehen von der Polsterung, die von der Ausstattungslinie abhängt,
identisch. Sogar die Instrumente sind was das Design von Drehzahlmesser und
Tacho angeht gleich, nur drum herum wurden die silbergrauen Ringe beim ASX noch
einen Tick sportlicher gezeichnet.
Das macht aber gar nichts, vor
allem weil allein die beim ASX deutlich zierlicher geratene Mittelkonsole mit
einer wesentlich kleineren Aluapplikation für einen eigenständigen
Auftritt sorgt, der angreiffreundliche Kunststoff sieht auch gut aus. Und auch
das Ambientelicht am großen Glasdach sieht richtig schön aus.
Dass man mit den wenigen
Bedienelementen keine Probleme bei der Handhabung bekommt, ist fast schon
selbstverständlich, und wäre der große Bildschirm, auf dem sich
u.a. das Navigationssystem darstellt, noch etwas weiter nach oben gerutscht,
dort wo jetzt die Lüftungsdüsen sitzen, würde er den Blick noch
weniger von der Straße ablenken. Ein kleines Manko war der in unseren
zahlreichen Tälern bisweilen schlechte Radioempfang, so kann man den prima
Sound der "Rockford Fosgate"-Anlage nicht immer voll genießen.
Dem sportlichen Aussehen des
ASX angepasst gaben sich auch die Sitze, ebenfalls aus dem Outlander bekannt,
sehr gut ausgeformt richtig sportlich. Straff gepolstert sind sie auch auf
langen Strecken eine gute Sitzgelegenheit, mit der elektrischen Sitzverstellung
für den Fahrer findet jeder schnell seine optimale Sitzposition, allerdings
ist die Erreichbarkeit der Schalter nicht ganz so optimal, weil es dort recht
eng zugeht.
Der Ein- und Ausstieg gelingt
in Reihe eins bestens und auch in Reihe zwei kommt man ganz bequem rein, beim
Raus wird es aber für die Füße schnell eng und man bleibt gerne
an der B-Säule hängen. Und auch beim Sitzen kann die zweite Reihe
nicht ganz überzeugen. Denn mit weniger Ausformung und dem glatten
Lederbezug ist der Seitenhalt hinten zu gering und die Kopfstützen lassen
sich nicht weit genug ausziehen. Ansonsten hat man auch als 1,80 Meter großer
Mitfahrer trotz des abfallenden Daches noch eine gute Kopffreiheit, die der
Beine kann sogar als super bezeichnet werden, hier merkt man am ehesten, dass
der ASX die gleiche Plattform wie der größere Outlander und auch
dessen Radstand von 2,67 Metern vorweisen kann. Eng wird es allenfalls, wenn
drei Erwachsene nebeneinander sitzen, für zusätzlichen Komfort sorgen
die individuell verstellbaren Rücksitzlehnen.
Einmal drücken, und schon
klappen die Rücksitzlehnen geteilt nach vorne, hinterlassen dabei aber eine
leicht ansteigende Ladefläche und die Gurte hängen dabei auch etwas im
Weg herum. Aber so vergrößert sich der 419/442 Liter große
Kofferraum auf bis zu 1.219 Liter. Erreichbar ist das Ganze dann über eine
recht hohe Ladekante, die aber im Gegensatz zur Stoßstange sehr gut geschützt
ist.
Unter dem soliden Boden steckt
anstelle des Reserverades ein weiteres Staufach mit dem Tire-Fit
Reifenreparatur-Set. Zwei kleine Dinge bleiben aber noch negativ zu bemerken. Da
ist zum Einen die Heckklappe, an deren Schloss man sich ab einer Körpergröße
von 1,85 m leicht mal eine Kopfnuss holen kann und auch die Gepäckraumabdeckung
dürfte sich gerne weiter öffnen, was sich aber durch den zur Verfügung
stehenden Platz nicht realisieren lässt. |
|



 |
|

Komfort/Fahrwerk/Bremsen Wie
es sich für einen echten Crossover gehört, kann man den ASX auch als
Allradler bekommen, zumindest wenn Sie sich für den Diesel entscheiden.
Unser Testwagen war aber mit dem neuen 1,6 Liter Benziner ausgestattet, und der
ist ausschließlich mit Frontantrieb zu haben.
Aber auch der hat bei dem eher
schwachen Motor keine Probleme, die Power auf die Straße zu bringen, ohne
dass man davon etwas in der Lenkung spüren würde. Und die arbeitet
angenehm straff und exakt, sorgt für ein gutes Gefühl für die
Straße, das griffige Lederlenkrad tut ein Übriges dazu. Beim
Rangieren sorgt die elektrische Servounterstützung für ein angenehm
leichtes Arbeiten am Volant.
Und wenn man schon so sportlich
aussieht, muss natürlich auch das Fahrwerk den gewissen sportlichen Touch
mitbringen. Entsprechend gibt sich die Fahrwerksabstimmung des ASX, er fährt
sich praktisch wie ein Pkw und nur der höhere Aufbau und die höhere
Sitzposition lässt die Seitenneigung gefühlt deutlich stärker
erscheinen als es tatsächlich der Fall ist.
So kann der ASX richtig flott
um die Kuren getrieben werden, leicht untersteuernd gibt es da keine Probleme,
auch das ESP hält sich dezent zurück. Das ändert sich, wenn man
schnelle Richtungswechsel zu absolvieren hat, dann griff im Test - vor allem im
Slalomtest - das ESP früh ein und die Lastwechselreaktionen hin zu einem
deutlichen Übersteuern sorgen für ein unsicheres Gefühl, auch
wenn der ASX doch auf Kurs bleibt.
Mit der ausgewogenen Federung bügelt
der Crossover die meisten Straßenschäden sauber weg und selbst auf
Kopfsteinpflaster hört man kein Dröhnen oder gar Klappern, lediglich
das laute Abrollgeräusch der Reifen verrät den unkomfortablen
Untergrund. Schlaglöcher dringen vor allem akustisch nach innen.
Die Beschaffenheit der Straße
interessiert den ASX auch beim starken Bremsen so gut wie nicht, eine
Vollbremsung auf schnell wechselnden Untergründen bringt den Mitsubishi
nicht aus der Ruhe und auf bestem Asphalt kommt er fast ohne Quietschen oder
ABS-Rubbeln sicher zum Stehen, aus Tempo 100 aber nach mehr als 40 Metern, ein
Fakt, der wohl auch den Leichtlaufreifen geschuldet ist, Fading ist aber ein
Fremdwort für den ASX.
Verantwortlich für die
schnell ansprechenden Bremsen sind neben dem ABS mit elektronischer
Bremskraftverteilung, Bremskraftverstärker und Bremsassistent die rundum
montierten Scheibenbremsen, die vorne zusätzlich innenbelüftet sind.
|
|


 |
|

Motor/Getriebe Wer
gerne etwas flotter fährt, der ist sicher mit einem der Dieselaggregate
besser bedient, was den Preis angeht und auch in Sachen Umweltverträglichkeit,
also Verbrauch und CO2-Ausstoß braucht sich der neue, kleine Benziner aber
nicht zu verstecken, auch nicht, was den ruhigen Lauf angeht.
Mit seinen 86 kW / 117 PS bei
6.000 U/min und dem maximalen Drehmoment von 154 Nm bei 4.000 Touren deuten
schon die nackten Zahlen an, dass er mehr zum Cruisen denn zum Schnell-Fahren
gedacht ist. Und die 11,4 Sekunden, die er für den Sprint von Null auf
Hundert benötigt, sprechen die selbe Sprache, wie auch die Höchstgeschwindigkeit
von 183 km/h, die noch am ehesten mit den Dieseln mithalten kann und im Alltag
auch vollkommen ausreicht.
Besonders auffällig wird
die kleine Motorschwäche beim Durchzug. Überholvorgänge wollen
gut überlegt und vorausschauend geplant werden, selbst wenn man zurückschaltet.
Ohnehin ist bei flotter Fahrwiese häufiges Schalten angesagt, denn was der
ASX 1.6 unbedingt braucht ist Drehzahl. Dazu kann man mit dem griffigen und
straff geführten Schaltknüppel auf kurzen Wegen aus fünf Vorwärtsgängen
wählen, einen Holperer über die Leerlaufstellung muss man aber immer
hinnehmen.
Die unteren Gänge sind so
kurz wie möglich übersetzt, die oberen eher lang. Um einen möglichst
effektiven Fahrstil zu unterstützen, besitzt der ASX eine
Schaltempfehlungsanzeige, die aber bisweilen doch etwas übermotiviert
erscheint, man kommt kaum noch den Berg hinauf, die Anzeige will aber noch
immer, dass man hoch schaltet. Insgesamt erfreut der kleine Benziner aber nicht
nur mit der Möglichkeit sehr niedertourig zu fahren, sondern gibt sich auch
was die Laufkultur angeht sehr leise.
und sehr sparsam. Der
117 PS Benziner steht dem 116 PS starken Diesel kaum nach, kommt in der Stadt
mit 7,5 Litern, außerorts gar mit 4,9 Litern aus, den Mixverbrauch von 5,9
Litern kann man leicht unterbieten. Und selbst Autotesters Fahrten kamen trotz
flotterer Fahrweise mit 6 Litern aus. Der CO2-Ausstoß liegt mit 135 g/km
nicht nur sehr niedrig, sondern auch deutlich unter denen der Diesel, Euro 5 ist
da auch schon selbstverständlich.
Dafür sorgt u.a. die
variable Ventilsteuerung, ein regeneratives Bremssystem, Leichtlaufreifen und
das serienmäßige Start-Stopp-System, das dem ASX den Beinamen
ClearTec verschafft. Es sorgt dafür, dass wenn z.B. an einer Ampel der Gang
herausgenommen und die Kupplung gelöst wird, der Motor aus geht. Sobald der
Fahrer die Kupplung betätigt, sprint der Motor wieder an. Dieses AS&G
genannte System arbeitet ab rund drei Minuten nach dem Motorstart und kann z.B.
bei ständigem Stop-and-Go-Verkehr auch vom Fahrer deaktiviert werden.
Ist es draußen unter 3
Grad, wurde nach dem Neustart noch keine Geschwindigkeit von 5 km/h erreicht
oder ist der Energiebedarf des Fahrzeugs gerade zu hoch, dann schaltet das
System den Motor nicht ab. |
|

 |
|

Sicherheit ABS,
Stabilitätskontrolle, Berganfahrhilfe, Traktionskontrolle und
Einschaltautomatik der Warnblinkanlage bei einer Notbremsung sind ebenso serienmäßig
an Bord wie zweistufige Front-Airbags (Beifahrerairbag deaktivierbar),
Seitenairbags vorn und Kopf-Airbags für beide Sitzreihen.
Und was es noch längst
nicht überall als Extra gibt, das hat der ASX bereits als Serienausstattung
an Bord: einen Knie-Airbag für den Fahrer. Und natürlich
Dreipunkt-Automatikgurte auf allen Plätzen, Kopfstützen (vorne aktiv),
zweifach verstellbares Lenkrad, Sicherheitsbremspedal, etc. |
|

 |
|

Ausstattung/Kosten Der
Mitsubishi ASX 1.6 MIVEC ist in der Basisversion ab 17.990,- Euro zu haben, der
von uns gefahrene Instyle schlägt dann mit 26.190,- Euro zu Buche und ist
sehr gut ausgestattet.
Das beginnt bei der
Radio-CD-/MP3-Kombination, geht weiter über die Zentralverriegelung mit
Fernbedienung und Smart Key System, die Dachreling, das Chrompaket, 17 Zoll
Alufelgen, Xenonlicht mit Scheinwerferreinigungsanlage, Nebelscheinwerfer,
Privacy Glass, Panorama-Glasdach, Lederausstattung, Bluetooh, el. Fensterheber,
elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Regen- und Lichtsensor,
Rückfahrkamera, Klimaautomatik uvm.
Ja sogar die Rockford Fosgate
Audioanlage und das Navigationssystem sind serienmäßig in der
Topversion verbaut. Was bleibt denn da noch für die Aufpreisliste? Die
verdient den Namen Liste gar nicht, enthält nur den Punkt
Metallic-/Perleffekt-Lackierung für 490,- Euro.
| (Stand: August
2011) |
LL |
 |

|
|

 |
Technische Daten
| Hubraum |
1.590 cm³ |
| Zylinderzahl |
4 |
| Ventile |
16 |
| kW/PS - U/min |
86/117/6.000 |
| Nm bei U/min |
154/4.000 |
| Abgasnorm |
Euro 5 |
| CO2-Ausstoß |
135 g/km |
| Kraftstoffart |
Super |
| Tankvolumen |
63 Liter |
| Verbrauch innerorts |
7,5 Liter |
| Verbrauch außerorts |
4,9 Liter |
| Verbrauch Mix |
5,9 Liter |
| Reichweite |
1.060 km |
| Höchstgeschwindigkeit |
183 km/h |
| Sprint 0 - 100 km/h |
11,4 Sekunden |
| Länge |
4.295 mm |
| Breite |
1.770 mm |
| Höhe |
1.625 mm |
| Radstand |
2.670 mm |
| Wendekreis |
10,60 m |
| Kofferraumvolumen |
419/442 - 1.219 Liter |
| Leergewicht inkl. 75 kg Fahrer |
1.345 kg |
| Zul. Gesamt-Gewicht |
1.870 kg |
| Zuladung |
525 kg |
| Dachlast |
80 kg |
| Anhänger ungebremst |
670 kg |
| Anhänger gebremst |
1.100 kg |
| Bodenfreiheit |
195 mm | |
|

 | |