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Wenn Sie mehr wollen. Seit jeher nehmen die Kombimodelle im Bereich der
Gewerbekunden den Grossteil der Absatzzahlen ein. Doch die jüngste
Vergangenheit zeigte, dass sich diese Karosserievarianten auch beim Privatkunden
immer größerer Beliebtheit erfreuen. Mit einem Aufpreis von lediglich
800,- Euro bietet die Kombiversion des Ford Focus, traditionell Turnier genannt,
deutlich mehr Stauraum und Flexibilität. Das dynamische Design, die
futuristische Innenraumgestaltung und die hervorragenden Fahreigenschaften wie
aber auch die Möglichkeit das Fahrzeug mit etlichen Fahrer-Assistenten
aufzurüsten bleibt dem Kunden auch hier erhalten.
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Karosserie Die
schnittig-gelungene Front teilt sich der Ford Focus Turnier mit den beiden
anderen Karosserievarianten. Und auch wenn der Kombi zum Heck hin seine
dynamische Linienführung bewahren kann, so verliert sich diese dort leider
etwas. Dennoch präsentiert sich auch hier der Abschluss absolut eigenständig,
wenn auch für unseren Geschmack in Anbetracht des Gesamtbildes etwas zu
konservativ.
Schick dagegen, wie sich der
Silberglanz der Dachreling mit dem der Zierleiste am unteren Seitenfensterrand
zu einer dynamischen Seitenlinie ergänzt. Aus dem dunkel abgesetzten
Seitenschweller entwickelt sich am Heck ein optischer Difussor, der auch die Rückstrahler
aufnimmt.
Farben wie das Mustard
Olive-Gelb, das Candy-Rot oder das im Falle unseres Testwagens orangeähnliche
Mars-Rot setzen sich dem wiederum frisch entgegen. |
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Innenraum/Kofferraum Im
Gegensatz zur Limousine fällt der Turnier mit einem Plus von zwanzig
Zentimeter deutlich länger aus, was sich selbstverständlich spürbar
im Innenraum bemerkbar macht. So verbuchen wir allein beim Gepäckabteil im
Normalzustand ein Plus von 160 Litern gegenüber dem Fünftürer,
und das sind dann insgesamt 476 Liter. Mit einer maximalen Kapazität von
1.516 Liter bietet der Focus Turnier sogar einen möglichen Zuwachs von
knapp 370 Liter.
Hierzu muss zunächst die
Sitzfläche der asymmetrisch geteilten Rückbank nach vorn geklappt und
danach die Lehne umgelegt werden. Der dadurch entsehende Ladeboden ist nahezu
eben und dank weit öffnender Heckklappe und angenehm niedriger Ladekante
problemlos zu erreichen.
Doch nicht nur dem Kofferraum
kommt der Längenzuwachs zu gute, auch die Insassen profitieren davon. So
nehmen wir im Fond auch als Großgewachsener deutlich bequemer Platz und müssen
zudem nicht Gefahr laufen, uns beim Einstieg den Kopf anzustoßen.
In einem feinen Stoff-Leder-Mix
gehalten ist dabei nicht nur die Rückbank, sondern natürlich auch die
bestens ausgeformten Sitze in Reihe eins. Sie bieten in jeder Lage guten
Seitenhalt, angenehmen Rückenkomfort und laden stets zum Verweilen ein.
Von hier aus haben wir das
schnittig geformte Cockpit gut im Blick, die Schöpfer verfolgten auch hier
das kinetic Design. So unterscheidet sich im Inneren keine der
Karosserievarianten und warten allesamt mit einer sehr futuristischen Gestaltung
auf. Gepaart mit berührungsfreundlichen Materialien und einer durchaus
hohen Qualitätsanmutung sowie Verarbeitung.
Per Steuerung am dick ausgeführten
Lenkrad arbeiten wir uns beispielsweise durch die zahlreichen Assistenz-Systeme.
Diese Menüführung verlangt allerdings ebenso eine Eingewöhnungsphase
wie die der zahlreich vorhandenen Schalterelemente in der wuchtigen
Mittelkonsole. Im ersten Moment erschlägt einen regelrecht die Anzahl an
Bedienmöglichkeiten. Hat man sich jedoch erst mal ein Bild von den
einzelnen Möglichkeiten gemacht ...
Apropos Bild. Während das
Display des HMI-Systems in der sportlich gezeichneten Instrumenteneinheit
wahrlich üppig daherkommt, geht der Bildschirm am oberen Ende der
Mittelkonsole regelrecht unter. Dabei wäre hier deutlich mehr Platz
gewesen, was eine leichtere Handhabung und bessere Übersichtlichkeit zur
Folge gehabt hätte.
Während die in unserem
Testfahrzeug eingestellte blaue bis teilweise eisblaue Beleuchtung recht kühl
und modern wirkte, hat der Fahrer optional die Möglichkeit auf bis zu
sieben unterschiedliche Farbabstimmungen zurückzugreifen bzw. auszuwählen.
Serienmäßig ist der Innenraum in ein warmes Rot getaucht.
Die Power-Ford-Start-Funktion
entspricht einer Annehmlichkeit der höheren Ausstattungsvariante Titanium,
ist jedoch nicht zu verwechseln mit Keyless-Go, denn hier ist ein Herausholen
des Schlüssels nötig um die Türen zu öffnen bzw. zu schließen.
Eher ungewöhnlich präsentiert
sich letztlich auch Aufteilung von Schaltung und Handbremse. Während der
Schalthebel deutlich zum Beifahrer gerichtet ist, befindet sich der
Handbremshebel direkt neben dem Fahrer. |
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Komfort/Fahrwerk/Bremsen Basierend
auf dem gelungenen Fahrwerkskonzept der Limousine stellt auch der Ford Focus
Turnier den perfekten Reisebegleiter dar, der mit seinen dynamischen Attributen
aber auch den sportlichen Fahrer voll zufrieden stellen kann.
Die satte Straßenlage wie
auch das sichere Fahrgefühl behält sich der Kombi bis in die hohen
Geschwindigkeiten bei. Mit gutem Federungskomfort kann der Focus ebenso überzeugen
wie mit sportlichem und willigem Fahrverhalten. Sei die Kurve noch so eng, so
schnell ist der Focus Turnier nicht aus der Ruhe zu bringen - der
Fahrdynamik-Regelung Torque Vectoring Control (TVC) sei Dank. Das serienmäßige
Feature regelt elektronisch die Kraftverteilung zwischen den angetriebenen
Vorderrädern und wirkt einem Ausbrechen des Fahrzeuges durch gezielte
Bremseingriffe entgegen.
Die dadurch erzielte sichere
und optimale Straßenlage findet in Verbindung mit der neu entwickelten
elektrische Servolenkung EPAS (Electric Power Assist Steering) ihre Perfektion.
Sie vermittelt stets perfekte Rückmeldung und lässt sich sowohl präzise
als auch mit geringem Kraftaufwand lenken.
Während unserer Testphase
konnte auch die Zweikreis-Diagonal-Bremsanlage dem positiven Gesamteindruck
entsprechen. Mit hydraulisch betätigten Scheibenbremsen rundum (vorn
innenbelüftet) und Vakuum-Bremskraftverstärker mit elektronisch
gesteuertem Vierkanal-ABS inklusive elektronischer Bremskraftverteilung ist der
Focus Turnier auch hier bestens gerüstet.
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Motor/Getriebe Die
Wahl der von uns gefahrenen Topmotorisierung ist zweifelsohne nicht so vernünftig
wie der Kauf des Volumen-Diesels. Doch trotz des enormen Fahrvergnügens,
das der Motor bietet, ist es möglich, dank der neuen Ford
EcoBoost-Technologie auch kultiviert und effizient unterwegs zu sein.
Dabei trifft eine hochmoderne
Benzin-Direkteinspritzung auf Turboaufladung und variable
Nockenwellensteuerzeiten, dessen Downsizing-Konzept um ein serienmäßiges
Start-Stopp-System und eine Schaltpunktanzeige ergänzt wird.
Somit erreicht der 1,6 l
EcoBoost laut Datenblatt den gleichen CO2-Ausstoß von 139 g/km wie auch
die Verbrauchswerte der leistungsschwächeren Variante mit 150 PS, die sechs
Liter im Schnitt sind allerdings nur unter Vorbehalt und eiserner Disziplin möglich.
Verständlich, dafür
werden wir aber auch beim locker lassen der Zügel mit 182 Pferdestärken,
einem Drehmoment von 240 Nm und einem daraus resultierenden souveränem
Vortrieb belohnt, kurzzeitig steigt das maximale Drehmoment dank
Overboost-Funktion zwischen 1.900 und 4.000 Touren sogar auf 270 Nm an.
Der 134 kW starke
EcoBoost-Motor sprintet dann sogar in 8,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Doch
gerade die Durchzugswerte, selbst aus den höheren Gängen bei niedrigen
Touren heraus, sorgen für absoluten Fahrgenuss. Der sonst laufruhige Motor
tritt dann zwar etwas brummiger in Erscheinung wird aber keineswegs aufdringlich
oder störend. In jeder Situation stets überzeugend, spielt man mit
diesem Focus Turnier locker und mühelos mit den Großen mit. Sehen
lassen kann sich in jedem Fall auch die Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h,
wenn einem auch die Tachoanzeige das Gefühl vermittelt, noch schneller
unterwegs zu sein. Wirklich erfreulich ist aber, dass selbst bei solch
geforderten Fahrleistungen einem der Blick auf die Tankanzeige nicht die Laune
verdirbt.
Wunderbar abgestimmt, präsentiert
sich auch das serienmäßige und neu entwickelte
Durashift-Sechsgang-Schaltgetriebe. Angenehm knackig, zu keiner Zeit jedoch
hackelig, entspricht es ganz dem sportlichen Charakter. Auf Wunsch steht dem
Kunden alternativ das Ford PowerShift-6-Gang-Automatikgetriebe mit
Doppelkupplungstechnologie zur Verfügung. |
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Sicherheit Die
Kölner fahren mit dem Focus derartige Geschütze in punkto Sicherheit
auf, dass sich sogar die Großen in der Automobilbranche vorsehen müssen.
Wenn in der Regel auch nur gegen Aufpreis zu haben, so ist dieser so attraktiv
und fair, dass man darauf wahrlich nicht verzichten muss.
Bevor wir uns jedoch durch die
Armada an Fahrerassistenten arbeiten, blicken wir auf die serienmäßige
Sicherheitsausstattung. Auch hier kann Ford absolut überzeugen und bietet
in Form des intelligenten Sicherheits-System IPS zum einen Front-, Seiten- und
Kopf-Schulter-Airbags, und zum anderen moderne integrierte Rückhaltesysteme,
eine Sicherheits-Lenksäule wie auch ein neues Gurtwarnsystem für die Rücksitze,
Isofix-Befestigungspunkte und eine elektrische Tür-Kindersicherung.
Selbst die serienmäßig
an Bord befindlichen Systeme lesen sich scheinbar endlos: Angefangen beim
Antiblockier-Bremssystem (ABS) inklusive elektronischer Bremskraftverteilung
(EBD) und Kurvenbremskontrolle (CBC) über den Sicherheits-Bremsassistenten
(EBA), den elektronischen Bremsdruckaufbau (EBP), Notbremslicht, der
Antriebsschlupf-Regelung (ASR) mit Motordrehmoment-Kontrollsystem (ETCS) bis hin
zum aktiven Bremseingriff (BLD), der hydraulischen Hinterachs-Bremsunterstützung
(HRB), der Motorschleppmoment-Kontrolle (EDC), Torque Vectoring Control (TVC),
dem Berganfahrassistent und einer Anhänger-Stabilisierung.
Doch gehen wir nun näher
auf die angebotenen Fahrer-Assistenzsysteme ein, die allesamt auf einer Gruppe
von Sensoren basieren. Der Toter-Winkel-Assistent (Blind Spot Information
System) macht den Fahrer mittels LED-Warnleuchten in den Außenspiegeln auf
Verkehrsteilnehmer aufmerksam, die sich im nicht einsehbaren "toten Winkel"
befinden.
Der Fahrspur-Assistent in
Verbindung mit der Spurhalte-Warnung warnt den Fahrer durch Vibrationen im
Lenkrad, sobald das System ein ungewolltes Verlassen der Fahrspur bemerkt. Dabei
kann sowohl die Empfindlichkeit wie auch die Intensität der
Lenkradvibrationen individuell eingestellt werden. Ab einer Geschwindigkeit von
60 km/h kommt, wenn gewünscht, der Fahrspurhalte-Assistent aktiv hinzu und
bringt das Fahrzeug durch einen sanften Lenkeingriff zurück in die Spur.
Visuell sowie akustisch tritt
das Auffahrwarnsystem FA (Forward Alert) in Erscheinung und weist somit auf
drohende Gefahren hin. Zeitgleich bereitet sich das Bremssystem auf einen
eventuellen Ernstfall vor um die bestmögliche Verzögerung zu
garantieren. Sollten diese Maßnahmen nicht mehr ausreichen, tritt der
Active City Stop in Aktion. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 30 Stundenkilometer
verringert das System nicht nur die Unfallfolgen, sondern kann sogar durch eine
selbstständige Bremsung eine Kollisionen vermeiden.
Dem tückischen
Sekundenschlaf wirkt wiederum der Müdigkeitswarner (Driver Alert) entgegen.
Durch Warnsignale und einer Anzeige im Display, auf die der Fahrer mittels Betätigung
der OK-Taste reagieren muss, wird der Fahrer "wachgerüttelt".
Tempolimits und Überholverbote hat dagegen das
Verkehrsschild-Erkennungsystem (Traffic Sign Recognition) stets im Auge. Auf
Wunsch zeigt die Funktion aktiv einen Warnhinweis an, wenn die gültige
Geschwindigkeitsbegrenzung um einen zuvor definierten Grenzwert überschritten
wird.
Der automatische
Fernlicht-Assitent garantiert durch automatischen Wechsel zwischen Fern- und
Abblendlicht für stets optimale Ausleuchtung der Straße. Das
umfangreiche Angebot wird letztlich durch den Einpark-Assistenten (Active Park
Assist) abgerundet. Das System erkennt bei einer Geschwindigkeit von bis zu 30
km/h geeignete Parklücken, die gerade mal um das 1,2-fache länger sein
müssen als der Focus Turnier und manövriert das Fahrzeug
halbautomatisch in die Parkbucht. Einzig der Rückwärtsgang und das
Gaspedal müssen durch den Fahrer betätigt werden.
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Ausstattung/Kosten Die
Kombivariante wird wie bereits die Limousine in drei Ausstattungsvarianten
angeboten. Der von uns gefahrene Ford Focus Turnier 1.6 l EcoBoost in der
Leistungsstufe 182 PS steht dem Kunden dagegen einzig in der Topausstattung
Titanium für 25.650,- Euro zur Wahl.
Damit ist unser Testfahrzeug
zwar kein Schnäppchen aber auch keineswegs eins, das über die Stränge
schlägt. Wie es sich für die höchste Ausstattungslinie gehört,
ist diese mit etlichen Features bestückt, dazu gehören u.a. eine
Zweizonen-Klimaautomatik, die Audio-Anlage inklusive Mobiltelefonvorbereitung
und Sprachsteuerung, die Ford-Power-Startfunktion, ein Tempomat, der
Scheinwerfer-Assistent, Sportsitze und noch so einiges mehr.
Dennoch hält die
Aufpreisliste weitere interessante Optionen bereit. Seien es fair geschnürte
Pakete, einzeln erhältliche Positionen oder aber optische Details außen
wie innen, dem Kunden sind hier kaum Grenzen gesetzt, und wir empfehlen einfach
einen Blick in die Prospekte oder einen Besuch bei Ihrem Ford-Händler.
| (Stand: Februar
2012) |
AL |
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Technische Daten - 1.6l
Duratec EcoBoost
| Hubraum |
1.596 cm³ |
| Zylinderzahl |
4 |
| Ventile |
16 |
| kW/PS - U/min |
134/182/5.700 |
| Nm bei U/min |
240/1.600 - 5.000 |
| Abgasnorm |
Euro 5 |
| CO2-Ausstoß |
139 g/km |
| Kraftstoffart |
Super |
| Tankvolumen |
55 Liter |
| Verbrauch innerorts |
7,7 Liter |
| Verbrauch außerorts |
5,0 Liter |
| Verbrauch Mix |
6,0 Liter |
| Reichweite |
910 km |
| Höchstgeschwindigkeit |
222 km/h |
| Sprint 0 - 100 km/h |
8,1 Sekunden |
| Länge |
4.556 mm |
| Breite mit Außenspiegeln |
2.010 mm |
| Höhe |
1.505 mm |
| Radstand |
2.648 mm |
| Wendekreis |
11,00 m |
| Kofferraumvolumen |
476 - 1.516 Liter |
| Leergewicht inkl. 75 kg Fahrer |
1.358 kg |
| Zul. Gesamt-Gewicht |
1.900 kg |
| Zuladung |
542 kg |
| Dachlast |
75 kg |
| Anhänger ungebremst |
675 kg |
| Anhänger gebremst |
1.500 kg | |
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