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Sympathisch vernünftig. Leider hat es Daihatsu in Deutschland nie so richtig
auf die Beine geschafft, was zur Folge hat, dass sich die Marke im Jahre 2013
von unserem Markt verabschiedet. Doch ist der mangelnde Erfolg rein auf das
fehlende Image zurück zu führen? Es scheint fast so, denn in
Anbetracht des von uns jüngst getesteten Sirion 1.3 hat uns der japanische
Kleinwagenhersteller ein weiteres Mal überzeugt. Im sympathischen Look
kommt der kleine Stadtflitzer knackig kompakt mit üppigem Platzangebot und
hohem Alltagsnutzen sowie einem effizienten Motorenangebot und das alles zu
fairen Preisen daher.
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Karosserie Noch
immer wirkt der Daihatsu Sirion modern und frisch, macht im Kleinwagensegment
auch nach all den Jahren und dem bereits drei Jahre zurückliegenden und
ohnehin sehr dezenten letzten Facelift eine absolut tolle Figur.
Doch dann das: Statt in einem
schönen knalligen Farbton rollt unser Testwagen in einem tristen Champagner
Perleffekt an. Wirklich schade, aber letzten Endes dann doch Geschmackssache.
Ohnehin waren wir überrascht von der angebotenen Farbpalette, die neben den
Tönen "Rot" und "Hellblau" eher "farblose"
Lackierungen bereit hält.
Die optischen Auffrischungen
sind wirklich zurückhaltend ausgefallen und so bleibt der freundliche
Eindruck bestehen. Die in Wagenfarbe lackierte und modifizierte Frontschürze
unterstreicht zudem den insgesamt kraftvollen Auftritt.
Am bulligen Heck mit den
vertikal verlaufenden Rückleuchten sorgt bei Nässe das überraschend
große Wischerfeld für gute Sicht. |
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Innenraum/Kofferraum Auch
die Veränderungen im Innenraum sind sehr gering ausgefallen, positiv ins
Auge fällt dabei in jedem Fall die neue ovale Instrumenteneinheit, die
sowohl den Tachometer als nun auch den Drehzahlmesser beinhaltet. Was im
Gegensatz zur vorherigen separat aufgesetzten Lösung wesentlich stimmiger
wirkt. Die dort zu sehende silberfarbene Applikation finden wir außerdem
großflächig in der Mittelkonsole wieder. Diese beherbergt wie gewohnt
die gut zu bedienenden Schalter für die Radioeinheit und die Klimaanlage.
Dem Temperaturregler unseres
Testfahrzeuges mangelte es allerdings an jeglichem Gefühl und so wechselte
er bereits bei minimaler Veränderung radikal von heiß auf kalt. Auch
weiterhin weit unten und schlecht einsehbar platziert, war die Bedieneinheit für
die Spiegel- und Leuchtweitenverstellung.
Eine tolle und bisher ungewöhnliche
Lösung dagegen stellt das im Rückspiegel integrierte Navigationssystem
dar. Bequem per Touchscreen zu bedienen, zeigt der Bildschirm selbst bei nicht
aktivierter Routenführung die Karte plus die gefahrene und erlaubte
Geschwindigkeit an. Wobei die Differenz zum Fahrzeugtacho in unserem Fall 15
km/h bei Tempo 120 betrug. Kleines Manko: die Displayanzeige ist nicht
abzuschalten und somit bei Nichtnutzung im Dunkeln dem ein oder anderen zu hell.
Gut gefallen hat uns auch die
Anzahl und Art der Ablagen, an denen es dem kleinen Sirion wahrlich nicht
mangelt. Gerade die große mittlere Ablage, die zudem wunderbar beleuchtet
ist, nimmt reichlich Kleinkram auf.
Im direkten Vergleich mit den
Mitbewerbern stellen im Innenraum wohl die Sitze einer der größten
Schwächen dar. Wenn auch mit farbigen Stoffen und unterschiedlichen Mustern
erhältlich, so sorgt der sehr schlechte Lehnenkomfort rasch für Rückenschmerzen.
Die manuelle Sitzverstellung bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten, das
Lenkrad ist wiederum nur in der Höhe justierbar.
Auch die Fondsitzlehnen lassen
sich um acht Grad in der Neigung variieren und nehmen selbst Großgewachsene
sehr bequem auf. Diese sehr geräumigen Platzverhältnisse erwartet man
beim Blick der äußeren Hülle keinesfalls, überzeugen aber
in jedem Fall.
Auch der Kofferraum kann sich
durchaus sehen lassen und bietet bei voller Nutzung der Sitzplätze 225
Liter. Wer mehr Stauraum benötigt, legt einfach die im Verhältnis
60:40 geteilte Rücksitzbank um, hierzu ziehen wir die Sitzauflage nach vorn
und klappen die Lehnen um. Es entsteht eine nahezu ebene Ladefläche und ein
maximales Stauvolumen von 630 Liter.
Die angenehm niedrige Ladekante
sowie die weit aufschwingende Heckklappe kommt uns beim Be- und Entladen sehr
entgegen. |
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Komfort/Fahrwerk/Bremsen Ausgewogen
und mit gutem Fahrkomfort, fühlten wir uns im Sirion gut aufgehoben, sei es
in schneller gefahrenen Kurven, auf schlecht ausgebauten Straßen oder aber
bei höherem Tempo auf der Autobahn.
Wenn auch nur der
1.5-Liter-Motor über eine elektronische Stabilitätskontrolle VSC in
Verbindung mit einer Antriebsschlupfregelung TRC (Traction Control) verfügt,
so war auch unser Modell sicher zu handeln.
Das Fahrzeug legt sich spürbar
in die Kurve, schafft die aber auch mit überraschend hohem Tempo. Dabei
schiebt der Kleinwagen zwar stark über die Vorderräder, ist aber gutmütig
auf Kurs zu halten.
Wunderbar wendig gibt sich der
Sirion, dafür spricht nicht nur der Wendekreis von 9,40 Metern. Die
angenehm direkte und ausreichend straffe Lenkung ermöglicht in der Stadt
ein leichtes Manövrieren und zeigt sich auch bei flotter Fahrweise präzise
sowie mit ausreichend Rückmeldung. Selbst bei höheren
Geschwindigkeiten liegt der Wagen noch ruhig auf der Straße, nur die ab
130 km/h stärker auftretenden Wind- und Motorgeräusche schmälern
etwas den Komfort.
Verlassen konnten wir uns während
unserer Testphase stets auf die Bremsanlage. Ob bei Nässe, schlechter Straßenbeschaffenheit
oder hohem Tempo, mit innenbelüfteten Scheibenbremsen vorn und
Trommelbremsen an der Hinterachse, sowie dem elektronischen Antiblockiersystems
inklusive integriertem Bremskraftverteiler EBD, stets reagierte sie bereits auf
leichten Tritt richtig schnell und war angenehm zu dosieren. So hinterließ
das Bremspaket einen soliden Eindruck. |
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Motor/Getriebe Die
Leistungsstufen 70 , 91 und 103 PS stehen für den kleinen Kompakten zur
Wahl. Dabei handelt es sich um einen Einlitermotor mit drei Zylindern, einen
1,3-Liter-Vierzylinder sowie um die stärkste Motorisierung mit 1,5 Liter
Hubraum.
Das von uns gefahrene 1.298 cm³
große Aggregat ist bereits bestens bekannt, wird nun jedoch statt wie
bisher von 87 Pferdestärken von 91 angetrieben. Die 67 kW sorgen in
Verbindung mit den 120 Newtonmetern Drehmoment für einen durchaus
spritzigen Vortrieb. Abseits der City muss der Kleine letzten Endes aber mit höherer
Drehzahl bei Laune gehalten werden um richtig flott zu sein. Drehen wir also den
Motor voll aus, tritt das ansonsten kultivierte Aggregat spürbar lauter
hervor, wirkt aber eher niedlich und weniger störend.
Das 940 kg leichte Gefährt
vermittelt einen wirklich agilen Eindruck, wenn dieser in Zahlen ausgedrückt
letztlich auch etwas an Spritzigkeit verliert, so spurtet er in 11,3 Sekunden
auf Tempo 100 und zieht bis zur Topspeed von 170 km/h weiter.
Der Hersteller selbst gibt den
Verbrauch mit 5,8 Liter im Schnitt an, bei normaler Fahrweise erreichten wir im
Stadt/Land-Mix einen guten Wert von 6,1 Litern, leider fehlte uns jedoch eine
Reichweitenanzeige. Dabei stößt der Japaner pro gefahrenem Kilometer
137 g CO2 aus.
Die manuelle Fünfgang-Schaltung
entspricht ganz dem Durchschnitt, der Schalthebel könnte aber gerne noch
exakter durch die Kulisse gleiten. Ein sechster Gang wäre nur auf der
Autobahn wünschenswert gewesen. |
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Sicherheit Während
die 1.0 Motorisierung auf Kopfairbags rundum verzichten muss, verfügen alle
anderen Varianten serienmäßig darüber. Die elektronische
Stabilitätskontrolle VSC ist dagegen nur bei der Topvariante im Preis
inbegriffen und auch sonst nicht verfügbar.
Wiederum stets an Bord sind
folgende Sicherheitsfeatures: Fahrer- und Beifahrerairbags (letzterer
abschaltbar), zwei Seitenairbags vorne, Dreipunkt-Automatikgurte auf allen Plätzen,
Gurtstraffer vorn mit Gurtkraft-Begrenzern, ISOFIX Kindersitzbefestigungen auf
den hinteren Außenplätzen, Kindersicherungen an den hinteren Türen,
nach vorn abklappende Pedale, 4-Kanal-ABS mit EBD, eine elektrische
Servolenkung, sowie die elektronische Wegfahrsperre. |
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Ausstattung/Kosten Wenn
auch nicht mehr ganz so günstig wie noch bei Einführung des
aufgefrischten Sirion im Jahre 2008, bietet Daihatsu das üppige
Platzangebot und die optimale Alltagstauglichkeit bei effizientem Verbrauch auch
weiterhin zu attraktiven Preisen an.
Der Einstieg unterschreitet
allerdings nicht mehr die Zehntausender-Marke und verlangt dem Kunden mindestens
11.490,- Euro für den 1.0 ab. Dafür ist aber auch hier u.a. eine
Klimaanlage, eine höhenverstellbare Lenksäule, elektrische
Fensterheber rundum, el. einstellbare Außenspiegel und ein CD-Radio mit
Aux-Anschluß im Fahrzeug verbaut.
Einzigst auf ein Lederlenkrad
muss das Basismodel gegenüber den anderen Motorisierungen verzichten. Die
Mehr-PS schlagen sich mit 12.490,- Euro für den von uns gefahrenen 1.3 oder
aber 13.990 für die allradangetriebene Version sowie mit 14.990,- Euro für
die Topvariante 1.5S nieder.
Das optional erhältliche
Automatikgetriebe für 1.100 Euro ist ausschließlich den 1.3
Liter-Aggregaten vorbehalten, für 370,- Euro verpassen Sie Ihrem Sirion die
Perleffekt-Lackierung, womit auch schon sämtliche Optionen aufgeführt
wären.
| (Stand: Juli 2011) |
AL |
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Technische Daten
| Hubraum |
1.298 cm³ |
| Zylinderzahl |
4 |
| Ventile |
16 |
| kW/PS - U/min |
67/91/6.000 |
| Nm bei U/min |
120/4.400 |
| Abgasnorm |
Euro 5 |
| CO2-Ausstoß |
137 g/km |
| Kraftstoffart |
Super |
| Tankvolumen |
40 Liter |
| Verbrauch innerorts |
7,5 Liter |
| Verbrauch außerorts |
4,8 Liter |
| Verbrauch Mix |
5,8 Liter |
| Reichweite |
680 km |
| Höchstgeschwindigkeit |
170 km/h |
| Sprint 0 - 100 km/h |
11,3 Sekunden |
| Länge |
3.605 mm |
| Breite |
1.665 mm |
| Höhe |
1.550 mm |
| Radstand |
2.430 mm |
| Wendekreis |
9,40 m |
| Kofferraumvolumen |
225 - 630 Liter |
| Leergewicht inkl. 75 kg Fahrer |
940 kg |
| Zul. Gesamt-Gewicht |
1.450 kg |
| Zuladung |
510 kg |
| Dachlast |
50 kg |
| Anhänger ungebremst |
350 kg |
| Anhänger gebremst |
1.000 kg | |
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