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Jetzt wird´s "schräg"! Der Chevrolet Cruze erfreut sich seit seiner Einführung
vor drei Jahren großer Beliebtheit. Eine Tatsache, die wir durchaus
nachvollziehen können. Denn Chevrolet hat mit der Limousine ein Fahrzeug
auf die Räder gestellt, dass preislich absolut überzeugt, in einem
schicken Blechkleid daherkommt und ein solides und harmonisches
Innenraumambiente sowie optimale Platzverhältnisse vorweisen kann. Nun möchte
Chevrolet auch mit der Schrägheck-Variante des Cruze in dem immens
angewachsenen B-Segment mitmischen.
Der Automarkt bietet mit
Modellen der Mitbewerber Seat, Ford, Opel, Hyundai ... und nicht zu vergessen
dem Bestseller aus Wolfsburg, dem auch der Name "Golf-Klasse" zu
verdanken ist, dem Kunden wahrlich eine Vielfalt an Kompaktwagen. Doch kaum ein
Hersteller positioniert in punkto Preis-/Leistungsverhältnis sein Fahrzeug
so attraktiv wie Chevrolet es tut. |
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Denn wie bereits der Viertürer,
startet der neue fünftürige Cruze ab 14.990,- Euro in der
Basisausstattung LS und wird dabei von dem 1,6-Liter-Benziner angetrieben. Die
tausend Euro teure manuelle Klimaanlage wäre hier als Option
empfehlenswert, ansonsten hält der Cruze in der Einstiegsvariante alles
notwendige sowie ein CD-Radio, elektrische Fensterheber und eine
Zentralverriegelung inklusive Funkfernbedienung bereit.
Wer etwas stärker
motorisiert unterwegs sein möchte, greift auf das 1.8 Liter-Aggregat zurück,
dass in der nächst höheren Ausstattungslinie LT mit der Klimaanlage,
einem Tempomat, Parksensoren hinten und dem Lederlenkrad inklusive
Audiofernbedienung bestückt ist. Hierfür verlangt Chevrolet dem Kunden
19.190,- Euro ab.
Wer sich noch etwas mehr gönnen
möchte, dem steht für 20.700,- Euro die Topvariante LTZ zur Wahl, die
neben einer Klimaautomatik, einen Licht- und Regensensor sowie
17-Zoll-Leichtmetallfelgen umfasst.
In Verbindung mit dem
effizienten und spritzigen 2,0-Liter-Turbodiesel, der ausschließlich im höchsten
Ausstattungsniveau verfügbar ist, liegt der Hatchback bei immer noch fairen
22.450 Euro. Doch nicht nur der Preis des fünftürigen Cruze gestaltet
sich attraktiv, auch optisch kann sich der Kompakte sehen lassen und sorgt für
frische Abwechslung. |
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Während die neue
Karosserievariante der Dynamik und den harmonischen Proportionen des Stufenhecks
in nichts nach steht und deren Frontansicht mit dem markentypischen
zweigeteilten Kühlergrill 1:1 adaptierte, geht der Fünftürer
bereits nach der A-Säule eigene Wege.
Dank der sportlich abfallenden
Dachlinie und der ansteigenden Schulterlinie vermittelt die Seitenansicht einen
agilen, dreitürerähnlichen Eindruck. Hauptaugenmerk in punkto Optik
liegt bei einer Fließheck-Variante verständlicherweise auf dem Heck.
Dieses präsentiert sich im Falle des Cruze völlig neu und eigenständig,
integriert sich aber dennoch sehr harmonisch in das Gesamtbild.
Auf große Spielereien
haben die Designer auch hier verzichtet und stattdessen auf klare Strukturen
gesetzt. Der schicke Spoiler, der zudem das Bremslicht aufnimmt, macht hier eine
kleine Ausnahme, entspricht aber ganz der gewählten sportlichen Note.
Gehen wir nun dem Innenraum und
den damit verbundenen Unterschieden zur Limousine auf den Grund.
In Reihe eins fällt uns
sogleich die ansprechende Gestaltung des Innenraums wie auch der
Dual-Cockpit-Look mit integrierter Mittelkonsole auf, die wir bereits vom Viertürer
her kennen. Dabei sagen uns auch hier die verwendeten Materialien sowie deren
Verarbeitung zu, wenn auch diese zugegebenerweise nicht an das Wolfsburger
Pendant herankommt. Allerdings sollten Sie hier wieder den Preis bedenken, ein
Aspekt der diesen Eindruck durchaus relativiert.
Zwar im Modelljahr 2012 neu,
aber durchaus ein "selbstverständliches" Detail, die
multifunktionale Fahrerinformationszentrale DIC, eine in der Instrumenteneinheit
angebrachte Digitalanzeige die nun nicht mehr nur den Kilometerstand anzeigt,
sondern auch die durchschnittliche Geschwindigkeit, den Durchschnittsverbrauch,
die verbleibende Reichweite sowie den ausgewählten Gang beim
Automatikgetriebe.
Nehmen wir nun im Fond Platz
und sogleich fällt auf, dass die Kopffreiheit im Vergleich zur Limousine
etwas angewachsen ist. Ohne große Mühe erreichen wir nicht nur die
hinteren Sitzplätze, sondern sitzen auch hier als Großgewachsener
bequem.
Im Vergleich zum Viertürer,
der mit 450 Liter Stauvolumen aufwartet, scheint der Cruze mit fünf Türen
mit seinem 413 Liter großen Kofferraum etwas einzubüßen. Doch
ein zweiter Blick verrät, dass dieser sich dank umklappbarer Rücksitzlehnen
im Verhältnis 60:40 auf bis zu 883 Liter erweitern lässt. |
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Ablagen für die kleineren
Dinge des Lebens finden wir in Form von Staufächern in der Mittelkonsole,
den Türen, dem Handschuhfach sowie Getränkehaltern für 0,5 und
sogar 1,5-Liter große Flaschen.
Das sportliche Design lässt
Erwartungen aufkommen, dass auch das Fahrwerk diesem Eindruck entspricht.
Durchaus ist die Auslegung agil und angenehm straff, stets gutmütig und
leicht beherrschbar meistert er auch hohe Kurvengeschwindigkeiten.
Andererseits bewahrt er sich
aber auch die guten Komforteigenschaften und lässt sich auch von unschönen
Straßenschäden nicht aus der Ruhe bringen, nur bei wirklich groben
Schlaglöchern fängt er etwas das Poltern an.
Dabei sagt uns nicht nur der
gewählte Fahrwerkskompromiss zu, auch die Bremsanlage hinterließ während
unserer Testfahrt einen soliden und sicheren Eindruck. Serienmäßig
mit großen Bremsscheiben und zahlreichen elektronischen Helferlein bestückt,
haben wir auch hier nicht wirklich was zu bemängeln.
Leider geht es dann aber doch
nicht ganz ohne meckern. Kommen wir zu den zur Wahl stehenden Motoren, derzeit
drei an der Zahl. Erst Anfang nächsten Jahres führen die
Verantwortlichen einen neuen Einstiegsdiesel ein. Doch ist es weniger der
Zwei-Liter-Turbodiesel den wir beanstanden, sondern viel mehr die zwei zur Verfügung
stehenden Benzin-Motoren.
Stets verhalten und ohne spürbar
spritzigen Durchzug, fehlt uns gerade beim 1,8-Liter-Aggregat etwas die Power. Während
wir den 1,6 Liter Benziner ruhigen Gewissens als Einstiegsmotorisierung
deklarieren, erwarten wir vom "Topbenziner" einfach etwas mehr
Temperament. |
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Nicht, dass die 104 kW bzw. 141
Pferdestärken zu wenig wären ... ist es doch viel mehr das maximale
Drehmoment von geringen 176 Newtonmeter, das zudem erst bei 3.800 Touren parat
steht, was in Verbindung mit der gewählten Getriebeübersetzung einfach
nicht ausreicht um spritzig unterwegs zu sein.
Wenn auch der angegebene
Beschleunigungswert von 10,1 Sekunden für 0 bis 100 km/h gar nicht schlecht
erscheinen mag, so wirkt der reale Sprint wesentlich zäher, zudem brüllt
das Aggregat leicht gequält und störend auf. Bei Tempo 200 soll er
dann seine mögliche Endgeschwindigkeit erreicht haben. Wer jedoch die
Leistung des Ottomotors fordert, entfernt sich rasch vom angegebenen
Mixverbrauch von 6,6 Litern pro 100 Kilometer.
Die aus der Stufenheckvariante
her bekannten Motorisierungen waren bisher allesamt mit einem gut geführten
Fünfgang-Schaltgetriebe kombiniert oder abgesehen von der
Basismotorisierung optional mit einer Sechsstufen-Automatik aufrüstbar.
Während bei den Benzinern
auch weiterhin der sechste Gang wünschenswert wäre, wird nun der
Diesel von vorne herein mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe bestückt.
Eine Stopp-/Start-Automatik kommt allerdings auch weiterhin nicht zum Einsatz.
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Doch auch ohne das kann und möchte
Chevrolet beim Euro NCAP-Sicherheitstest fünf Sterne einfahren, wie es
Ihnen auch schon mit der Limousine gelungen ist.
Da die Karosseriestruktur der
beiden Modelle nahezu identisch ist und beide Varianten mit sechs Airbags,
Drei-Punkt-Sicherheitsgurten auf fünf Sitzplätzen wie auch über
diverse Elektroniksysteme zu denen u.a. die elektronische Stabilitätskontrolle,
die Antriebsschlupfregelung und die elektronische Bremskraftverteilung zählen,
versehen ist -sehen wir diesem Ergebnis durchaus positiv entgegen.
Ebenso dem Erfolg des neu
eingeführten Chevrolet Cruze Fließheck.
| (Stand: August
2011) |
AL |
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