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Konkurrenz in den eigenen Reihen? Oh, ein X5. Von wegen, weit gefehlt, es ist der neue
X3. Die neue Generation ist jetzt kraftvoller, erwachsener, in sich stimmiger
und muss sich keineswegs vor dem großen Bruder verstecken. Im Gegenteil,
mit dem rundum verbesserten Bestseller, der sich nun wahrlich auf Premium-Niveau
bewegt, lernen die Bayern nicht nur den zahlreichen Mitbewerbern das Fürchten.
Unser Test zeigt auf, warum das so ist, und dass der BMW X3 nicht nur optisch
und was den Platz angeht dem großen Bruder ziemlich nahe kommt, ihn
leistungsmäßig sogar übertrifft, und dass auch der
Preisunterschied drastisch schmilzt.
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Karosserie Mit
acht Zentimetern in der Länge, drei Zentimetern in der Breite und über
einem Zentimeter in der Höhe ist der X3 spürbar angewachsen. Doch
nicht nur aus diesem Grund entsteht der Eindruck, dass das SUV aus München
mächtig zugelegt hat.
Die Dimensionen wie auch die
gesamte Optik wirken deutlich reifer, bereits im Stand steht der Neue satt und
voller Kraft strotzend da. Die spürbar vergrößerte BMW-Niere
wird umrahmt von den ebenfalls angewachsenen Scheinwerfereinheiten, die in sich
die für BMW typischen LED-Leuchtringe tragen. Die kraftvolle Frontschürze
wie auch die Motorhaube haben sich der Modifizierung ebenfalls nicht entzogen
und sind ebenso ausdrucksstark wie das modifizierte Heck.
Und gerade dieses hat enorm an
Gefälligkeit gewonnen und so gar nichts mehr mit dem Vorgänger gemein.
Während unserer 14-tägigen Testphase entpuppte sich diese Ansicht in
unseren Augen als wahre Schokoladenseite.
Nur eine kleine Bemerkung sei
uns am Rande erlaubt, anstatt der nur auf der linken Seite platzierten
Auspuffendrohre, hätten wir gerne je ein oder zwei Rohre links und rechts
gesehen, das hätte dem stattlichen, breiten Stand des Fahrzeuges noch mehr
entsprochen. |
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Innenraum/Kofferraum Es
ist dieses für den bayerischen Automobilhersteller typische, massive und
ansprechende Cockpit, das sich durch alle Modellreihen zieht, vom kleinen 1er
angefangen bis hin zum luxuriösen 7er, das folgerichtig auch den neuesten
X3 schmückt und zum Verweilen einlädt und mit hochwertigen,
angreiffreundlichen Materialien verwöhnt.
Ob feinstes Leder, tolle
Stoffe, schicke Applikationen von Carbon bis Echtholz ... Luxus gibt hier stets
den guten Ton an und lässt sich mit dem nötigen Kleingeld beliebig
ausreizen. Sei es der Massagesitz, die Sitzheizung im Fond, diverse
Multimedia-Systeme oder aber das in jedem Fall empfehlenswerte Head-up-Display,
bei dem alle fahrerrelevanten Informationen im direkten Sichtfeld auf die
Frontscheibe projiziert werden.
Nicht unerwähnt bleiben
soll auch die Rückfahrkamera, die, wenn gewünscht, nicht nur ein
Rund-um-Bild anzeigt, sondern auch über Top-View (Vogelperspektive) verfügt.
Dieses Bild wurde im Falle unseres Testwagens auf dem kinoähnlichen 8,8
Zoll großen hochauflösenden Bildschirm angezeigt. Hierüber und
mittels dem bekannten Drehcontroller iDrive steuerten wir des weiteren auch das
Navigationssystem Professional, das außerdem in der neuesten Generation über
eine Wetteranzeige verfügt.
Dass die deutlich angewachsenen
Abmessungen des neuen X3 auch im Innenraum zu spüren sind, ist nicht
verwunderlich, so hat das Platzangebot sowohl für die Passagiere als auch für
das Gepäck zugenommen.
Ob auf dem sehr komfortablen
und zugleich sportlichen vielfach justierbaren Gestühl in Reihe eins oder
aber auf der nur wenig minderen Rücksitzbank ... Groß wie Klein nimmt
hier gerne Platz und erfreut sich nicht nur über die angenehm erhöhte
Sitzposition. Selbst bis in den Fond ziehen sich die fein verarbeiteten
Materialien, einzig der sehr harte Mittelsitz sollte ausgespart werden, was aber
keineswegs ein Einzelfall ist.
Dabei zeigt sich das
Platzangebot nicht nur üppig, dank nun dreigeteilter Rücksitzbank
passt sich dieses flexibel und bedarfsgerecht an. Die Lehnen im Verhältnis
40 : 20 : 40 lassen sich mit nur jeweils einem Zug umlegen, die entstehende
Ladefläche ist nahezu eben und sehr fein verkleidet. Somit sollte man mit
Sorgfalt beim Be- sowie Entladen ans Werk gehen, zumal auch die Stoßstange
leider ungeschützt bleibt, und unschöne Kratzer würden das Bild
hier doch erheblich stören. Die für einen SUV angenehm niedrige
Ladekante dagegen ist mit Edelstahl verkleidet.
Ein Trennnetz sowie zusätzliche
Befestigungshaken finden wir aufgeräumt unter dem Ladeboden. Dem
Premium-Anspruch entspricht auch die optional elektrisch bedienbare Heckklappe.
Mit einem variablen Kofferraumvolumen zwischen 550 und 1.600 Liter bietet der
kleinere SUV nur 70 bzw. 150 Liter weniger Stauraum als der große X5. Die
mögliche Zuladung liegt gegenüber den 680 kg des größeren
Bruders bei 560 kg.
Aber auch die kleinen Dinge des
Lebens fühlen sich im X3 in diversen groß dimensionierten Staufächern
und Ablagemöglichkeiten gut aufgehoben. Während 1,5
Liter-Trinkflaschen problemlos in Reihe eins ihren Platz finden, nehmen selbst
die Cupholder im Fond 1-Liter große Gefäße auf. |
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Komfort/Fahrwerk/Bremsen Wie
die äußere Hülle hat sich auch das Fahrwerk einer deutlichen Überarbeitung
unterzogen. Während schon die erste Generation mit hervorragenden
Eigenschaften überzeugen konnte, setzt der neue X3 Maßstäbe in
diesem Segment.
Mit einer Fünflenker-Hinterachse
bestückt, konnte der Komfort weiter verbessert werden und doch konnten sich
die Bayerns die erwartete Agilität bewahren. Außerdem bietet BMW
erstmals die Möglichkeit, das Fahrzeug mit der 1.100,- Euro teuren
dynamischen Dämpfer Control zu kombinieren - eine Entscheidung, die sich in
jedem Fall lohnt.
Die Dämpfer passen sich
adaptiv an die jeweiligen Fahrsituationen an und lassen sich zudem, wie auch das
Ansprechverhalten des Motors, die Lenkung, das DSC und die Schaltdynamik des
Automatikgetriebes beeinflussen. Somit kann der Fahrer individuell mittels
Fahrdynamik-Control zwischen den Fahrzeugabstimmungen "NORMAL", "SPORT"
und "SPORT+" variieren.
Im adaptiven Dämpfersystem
inbegriffen ist die sonst gegen einen Aufpreis von 150,- Euro erhältliche,
Performance Control, das System erhöht noch einmal die Kurvendynamik. Diese
ist für ein SUV mit hohem Aufbau sensationell. Wenn er auch lautstark mit
den Reifen quietscht, so sind die erreichbaren Kurvengeschwindigkeiten
schwindelerregend hoch. Im Grenzbereich greift die Fahrstabilitätsregelung
DSC spürbar ein, lässt dem Fahrer aber ausreichend Möglichkeiten
einzugreifen und macht das Fahrzeug keineswegs unkontrollierbar.
Zudem umfasst DSC eine
dynamische Traktionskontrolle, die elektronische Differenzialsperre ADB-X, die
Kurvenbremsunterstützung CBC wie auch die dynamische Bremsen Control. Womit
ich kurz zu der vorbildlichen Bremsanlage mit groß dimensionierten und
rundum belüfteten Bremsscheiben kommen möchte. Sie reagieren spontan
und sind angenehm zu dosieren. Zudem bringen sie das Fahrzeug auch aus hohen
Geschwindigkeiten ohne Mühen und Murren sicher zum Stehen. Vollbremsungen
aus Tempo 100 quittiert er mit einem kurzen Bremsweg von knapp 36 Metern bis zum
Stillstand.
Auch die elektromechanische
Servolenkung zählt zu den Neuheiten der aktuellen Generation und verbessert
knackig straff und wunderbar präzise erheblich das spielerische Handling.
Doch der X3 kann nicht nur sportlich, auch der Langstreckenkomfort ist
vorbildlich, nicht zu vergessen die Qualitäten im Gelände.
Dank serienmäßigem
permanenten Allradantrieb xDrive ist für eine variable und zu jeder Zeit
optimale Kraftverteilung gesorgt - wovon wir wiederum auch in Kurven
profitieren. Wenn das Sports Utility Vehicle dank ausreichendem Böschungswinkel,
Bodenfreiheit und Wattiefe sowie dem Bergabfahrassistent (Hill Descent Control)
auch abseits der asphaltierten Piste sich keine Blöße geben muss - so
sind es doch wir, die entscheiden, dass uns das schicke Blechkleid einfach viel
zu schade ist für den wilden Ritt über Stock und Stein. |
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Motor/Getriebe Der
Reihensechszylinder-Motor mit gewaltigen 306 Pferdestärken (225 kW) verfügt
über die neuste BMW TwinPower Turbo Technologie, eine
Benzin-Direkteinspritzung und der variablen Ventilsteuerung VALVETRONIC.
Das Aggregat, einerseits
laufruhig, andererseits aber mit einem wunderbar sonoren Sound vehement
losziehend, ist ein wahrer Genuss. 400 Newtonmeter Drehmoment stehen bereits von
unten heraus bereit um sich kraftvoll zu entfalten, und so reagiert der X3
bereits beim kleinsten Tritt aufs Gaspedal absolut drehfreudig und mit
beeindruckendem Drang nach vorn.
In rasanten 5,7 Sekunden
prescht das SUV von Null auf 100 km/h, wer hier seinen Führerschein nicht
in Gefahr sehen möchte, sollte mit einem gefühlvollen Gasfuß ans
Werk gehen. Denn auch die Tempo-Marke 200 haben wir im Nu passiert, der X3 zieht
beeindruckend bis Tempo 245 weiter durch. Womit der "Kleine" den
gleichstark motorisierten und 265 Kilogramm schwereren X5 im Sprint um über
eine Sekunde abhängt und in der Topspeed zehn Stundenkilometer höher
zieht.
Das selbst der 306 PS starke
Power-Motor die Zusatzbezeichnung "Efficient Dynamics" trägt,
wirkt auf den ersten Blick schon fast wie eine Farce. Doch hierbei handelt es
sich tatsächlich nicht nur um einen werbewirksamen Namenszusatz. Mit
diversen Maßnahmen u.a. der Bremsenergie-Rückgewinnung, der
elektromechanischen Servolenkung, einem Hinterachsgetriebe mit verbesserten
Warmlaufeigenschaften sowie intelligentem Leichtbau, perfekt abgestimmter
Aerodynamik, rollwiderstandsreduzierten Reifen und der serienmäßig
verbauten Start-Stopp-Automatik steigern die Ingenieure spürbar die
Effizienz.
Gerade die hervorragend
funktionierende Stopp-Start-Funktion vermittelt einem bei jedem Ampelstopp das
Gefühl Sprit zu sparen und das schlechte Umweltgewissen zu beruhigen. Das
System kann bei Bedarf mittels einfachem Tastendruck auch deaktiviert werden.
In Anbetracht all dieser Maßnahmen
gibt sich der starke Sechszylinder laut Angaben des Herstellers mit 8,8 Litern
im Schnitt zufrieden. Doch diese Werte rücken im Alltag wahrlich nur mit
eiserner Disziplin in erreichbare Nähe.
Realistisch gesehen sollte man
mit mindestens zehn Litern rechnen, denn selbst bei Richtgeschwindigkeit 130
schaffen wir es nicht unter die Zehn-Liter-Marke. Nichts desto trotz unterbietet
der X3 auch hier seinen Offroad-Bruder, ebenso beim CO2-Ausstoß, der beim
BMW X3 xDrive35i mit 204 Gramm pro Kilometer zu verbuchen ist.
Durchaus auch ihren Teil zur
Effizienzsteigerung trägt die traumhafte Achtgang-Automatik bei, die, außer
bei der Zweiliter-Dieselmotorisierung, stets serienmäßig an Bord ist.
Wer möchte, kann zudem die Sport-Automatik inklusive Schaltwippen hinzu
ordern. |
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Sicherheit Ein
SUV vermittelt von Haus aus ein sicheres Gefühl, da das allein jedoch nicht
für gute Bewertungen in diversen Crash-Tests sorgt, bestücken die
Bayern ihren Offroader mit zahlreichen serienmäßigen
Sicherheitsattributen.
Hierzu zählen Front- und
Becken-Thorax-Airbags vorne, seitliche Curtain-Kopfairbags,
Dreipunkt-Automatikgurte auf allen Plätzen, Gurtkraftbegrenzer - und
strammer wie auch aktive Kopfstützen vorn, ISOFIX-Kindersitzbefestigungen
im Fond und eine Reifen-Pannen-Anzeige. BMW ConnectedDrive vernetzt dabei
diverse Systeme mit dem Fahrer sowie der Außenwelt. Der Fußgängerschutz
wurde selbstverständlich auch nicht außer Acht gelassen.
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Ausstattung/Kosten Der
von uns getestete BMW X3 xDrive35i stellt das stärkste Pferd im X3-Stall
dar und verschlingt 52.150,- Euro. Das die neueste Generation dem aktuellen X5
spürbar auf die Pelle rückt, verrät ein Preisvergleich. Der
Unterschied liegt lediglich bei 3.050,- Euro gegenüber dem gleichstark
motorisierten X5.
Im Vergleich zum großen
Bruder verfügt der üppig ausgestattete X3 jedoch auch serienmäßig
über eine dreiteilige Fondsitzlehne, vollständig elektrisch
verstellbare Vordersitze inklusive Memoryfunktion und eine Klimaautomatik mit
2-Zonen-Regelung. Womit BMW deutlich macht, dass es sich beim 35i beim X3 um das
Topmodell und beim X5 um den Einstiegsbenziner handelt.
Und letztendlich, wenn der
kleinere SUV auch mit einem Head-up-Display sowie der Rückfahrkamera bestückbar
ist, so bleiben die Spurverlassenswarnung, die Verkehrszeichen-Erkennung, die
Niveauregulierung mit Luftfederung für die Hinterachse wie auch die
Klimaautomatik mit 4-Zonenregelung, die Soft-Close-Automatik für die Türen
und die ohnehin serienmäßige zweiteilige Heckklappe dem größeren
Offroader vorbehalten.
Was aber keineswegs heißt,
dass Sie den Preis des X3 xDrive35i nicht auch erheblich in die Höhe
treiben können. Das Original BMW Zubehör hält zahlreiche
Komponenten, die sowohl das Exterieur als auch das Interieur individuell
aufwerten, bereit, ebenso praktische Optionen, zu denen Kühltaschen,
Faltboxen, Kindersitze, Träger- und Transportsysteme und noch einiges mehr
zählen.
| (Stand: Juli 2011) |
AL |
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Technische Daten
| Hubraum |
2.979 cm³ |
| Zylinderzahl |
6 |
| Ventile |
24 |
| kW/PS - U/min |
225/306/5.800 |
| Nm bei U/min |
400/1.200 - 5.000 |
| Abgasnorm |
Euro 5 |
| CO2-Ausstoß |
204 g/km |
| Kraftstoffart |
Super |
| Tankvolumen |
67 Liter |
| Verbrauch innerorts |
11,2 Liter |
| Verbrauch außerorts |
7,4 Liter |
| Verbrauch Mix |
8,8 Liter |
| Reichweite |
760 km |
| Höchstgeschwindigkeit |
245 km/h |
| Sprint 0 - 100 km/h |
5,7 Sekunden |
| Länge |
4.648 mm |
| Breite |
1.881 mm |
| Höhe |
1.661 mm |
| Radstand |
2.810 mm |
| Wendekreis |
11,90 m |
| Kofferraumvolumen |
550 - 1.600 Liter |
| Leergewicht inkl. 75 kg Fahrer |
1.805 kg |
| Zul. Gesamt-Gewicht |
2.365 kg |
| Zuladung |
560 kg |
| Dachlast |
100 kg |
| Anhänger ungebremst |
750 kg |
| Anhänger gebremst |
2.400 kg |
| Bodenfreiheit |
212 mm |
| Wattiefe |
500 mm |
| Böschungswinkel vorne /
hinten |
25,7 ° / 22,6 ° |
| Rampenwinkel |
19,4 ° | |
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