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einer der leidenschaftlichsten
Kompaktklassewagen. Sei es
die Namensgebung, die emotionale Linienführung oder allein die
internationale Kampagne mit der die Italiener ihr Fahrzeug bewerben. Wer kennt
Sie wohl nicht, diese hingebungsvollen Minuten in denen Uma Thurman die
attraktive Giulietta regelrecht verehrt?!
"Bevor Du über mich sprichst, teste mich!"
Eine ganz klare Aufforderung die Alfa Romeo stellt und der wir nur zu gerne
Folge leisten. |
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Karosserie "Beobachte
mich." Es ist diese italienische Emotionalität die Alfa Romeo in
seine Fahrzeuge fließen lässt und die Liebe zum Detail die für
diesen starken Ausdruck sorgt.
Anstelle des Kühlergrills
spricht man hier von einem Scudetto. Es stellt, wunderschön
chromeingefasst, die harmonische Verbindung zwischen dem dynamisch gezeichneten
Lufteinlass und der kraftvollen Motorhaube dar. Die Scheinwerfer mit serienmäßiger
LED-Technik fügen sich dabei gelungen in das Gesamtbild ein.
Den sportiven Look verstärken
die Italiener durch geschicktes Anbringen der hinteren Türgriffe. Diese,
versteckt in der C-Säule, verleihen der Giulietta eine coupéähnliche
Silhouette. Schicke Chromakzente setzt Alfa hier in Form der umrandeten
Fensterflächen.
Das Spiel mit Licht und
Schatten zieht sich von der Front über die Seitenpartie bis hin zum Heck.
Gerade die unverwechselbaren LED-Rückleuchten stellen hier einen Blickfang
dar, deren unverwechselbare Lichtgestaltung bei Nacht zudem einen sehr hohen
Wiedererkennungswert mit sich bringt. In Verbindung mit den stärkeren
Motoren sorgt ein optischer und in schwarz gehaltener Diffusor sowie zwei
Endrohre für den knackigen Abschluss. |
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Innenraum/Kofferraum Absolut
eigenständig und markant gestalteten die Designer auch den Innenraum.
Sportliche Elemente treffen auf edle Komponenten. Wenn uns diese Kombination an
sich auch sehr gut gefällt, wie auch die einzelnen Bedieneinheiten für
sich, so fehlt es uns persönlich etwas an der Gesamtharmonie.
"Berühre mich."
Die Materialanmutung ist durchaus hochwertig und die Verarbeitung bewegt
sich auf gutem Niveau, wenn auch die Giulietta nicht an das des Klassen-Primus
aus dem Hause VW heranreichen kann. Dennoch fassen sich sowohl die
Kunststoffelemente, die Dekoreinlagen wie aber auch das fein verarbeitete Leder
sehr angenehm an.
In Letzteres ist auch das
optimal in der Hand liegende Multifunktionslenkrad gehüllt, wie auch die
Manschette der Schaltkulisse, der große runde Knauf dagegen ist in Chrom
gehalten. Silberfarbene Applikationen zieren des weiteren die verschiedenen
Schalterelemente, die Instrumenteneinheit und die Lüftungsdüsen. Ein
stets großflächiges Dekor, das in verschiedensten Farben verfügbar
ist, verläuft den gesamten Armaturenträger entlang.
"Benutze mich."
Unter der schicken und mit Klavierlack hinterlegten Audioeinheit, ist eine
Reihe Kippschalter platziert. Diese sind im Gegensatz zu den anderen
Bedieneinheiten, wie auch der darunter befindlichen Klimaanlage, die mit großen
runden Drehregler aufwartet, für unseren Geschmack zu eckig und wirken
etwas altbacken. Gleiches gilt für den ausfahrbaren 6,9 Zoll großen
Bildschirm des optionalen Navigationssystems. Der intuitiven Bedienung wie aber
auch der optimalen Erreichbarkeit aller Schalter tut dies jedoch kein Abbruch.
Die großen gut ablesbaren
Rundinstrumente stechen in Röhrenoptik hervor und werden durch zwei
kleinere Analoganzeigen sowie ein gut einsehbares Infodisplay ergänzt.
Im Falles unseres Testwagens
entpuppte sich das Gestühl als absoluter Eyecatcher, in feinstes
cognacfarbenes Leder gehüllt, nehmen sie straff gepolstert auch Großgewachsene
wunderbar auf. Dank der gut ausgearbeiteten Seitenwangen verfügen wir stets
über einen guten Sitz und fühlen uns auf Langstrecken wie aber auch
bei flotter Kurvenhatz bestens aufgehoben. Während die manuelle
Sitzverstellung negativ ins Gewicht fällt, gibt es an der Ausführung
mit elektrischer Verstellung nichts zu bemängeln.
Nehmen wir nun Platz im Fond.
Bereits beim Einstieg bekommen wir die Nachteile der schicken Silhouette zu spüren,
Passagiere jenseits der 1,80 Meter sollten hier auf ihren Kopf achten. Ohnehin
schmilzt bei Großgewachsenen die Kopffreiheit erheblich dahin. Nur wenig
anders sieht es im Beinraum aus. Überschreiten wir jedoch nicht diese
Marke, können wir durchaus bequem hinter einem großem Fahrer sitzen.
Im Segment der Kompaktwagen
gibt es sicherlich einige Mitbewerber, die mehr Raum bieten, so auch im
Kofferraum. Immerhin schafft es die Giulietta aber mit 350 Liter Ladevolumen mit
dem VW Golf mitzuhalten. Mit der im Verhältnis 60:40 geteilt umklappbaren Rückbank
lässt sich der Stauraum auf bis zu 1.045 Liter erweitern. Eine recht hohe
Ladekante ist leider in jedem Fall zu überwinden. |
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Komfort/Fahrwerk/Bremsen "Fordere
mich."
Ein Alfa Romeo steht seit jeher für pure Dynamik, so ist es auch bei
der Giulietta. Trotz der spürbaren Tendenz zur Sportlichkeit weist die
kompakte Schöne überraschend guten Komfort auf.
Als absolutes Sahnestück
stellte sich auch hier die serienmäßige Fahrdynamikregelung "Alfa
Romeo D.N.A." heraus. Sie stellt dem Fahrer drei unterschiedliche Fahrmodi
zur Wahl, die jeweils Einfluss auf den Motor, das Getriebe, die Lenkung und die
Stabilitätskontrolle sowie das Sperrdifferenzial "Electronic Q2"
nehmen. Hierzu ist einfach nur ein Zug am D.N.A.-Schalter in der Mittelkonsole nötig.
"Provoziere mich."
Während das Setup "Normal" und "All Weather"
deutlich zurückhaltender und mit Fokus auf bestmögliche Stabilität
- gerade bei rutschiger Straßenbeschaffenheit - ans Werk geht und das VDC
spürbar früh einsetzt, ist es doch gerade der Modus "Dynamic"
der uns immer wieder reizt und lockt.
Knackig straff sorgt die
Lenkung für ein präzises Handling, das Gaspedal spricht deutlich
schneller an und das maximale Drehmoment erhöht sich. Doch damit nicht
genug, das elektronische Sperrdifferenzial und die "Pre Fill"-Funktion
der Bremsen werden aktiviert. Wobei letzteres eine weitere Verkürzung des
Bremsweges zur Folge hat.
Aus all diesen Maßnahmen
resultiert ein absolut spielerisches und zugleich souveränes
Fahrzeughandling. Regelrecht hervorragend lässt sich die Giulietta mit
unglaublich hohem Tempo durch die Kurven manövrieren, das elektronische
Stabilitätsprogramm lässt einem hier erfreulicherweise spürbar
mehr Spielraum.
Bei Annäherung oder
Erreichen des Grenzbereiches greift dieses aber dennoch zuverlässig ein,
ebenso die Kurvenbremskontrolle (CBC), der Lenkassitent DST (Dynamic Steering
Torque) und die Antriebschlupfregelung (ASR).
"Beruhige mich."
Die im Quadrifoglio Verde serienmäßig verbaute
Brembo-Bremsanlage ist für 380,- Euro auch für die "Giulietta
Turismo"-Variante verfügbar und sorgt für ein noch bissigeres
Ansprechverhalten. Doch auch die Basis-Bremsen hinterließen einen sehr
soliden und zuverlässigen Eindruck, in 38 Metern verzögerte die
Giulietta aus Tempo 100 zum Stillstand. Ein Bremsassistent, das
Antiblockiersystem und die Berganfahrhilfe "Hill-Holder" runden stets
serienmäßig das Angebot ab.
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Motor/Getriebe "Erlebe
mich"
Aus dem umfassenden Portfolio haben wir uns den 170 PS starken Diesel
herausgepickt. Die 125 kW starke 2.0 JTDM 16V Maschine mit
Multi-Direkteinspritzung der zweiten Generation, einem Turbolader mit variabler
Geometrie und einem Ladeluftkühler sowie einem serienmäßigen
Start&Stopp-System mit Schaltpunktanzeige "Gear Shift Indicator"
(GSI) setzt auf optimale Leistungsentfaltung bei bestmöglicher Effizienz.
"Spüre mich"
Im "Dynamic"-Modus des D.N.A.-Systems befeuert uns sogar ein auf
350 Newtonmeter angehobenes Drehmoment und das bereits von unten heraus. Ohne
Anfahrschwäche und ohne Turboloch zieht die Giulietta souverän in acht
Sekunden auf Tempo 100 und wird bis zu 218 Stundenkilometer schnell.
Wer die schöne Mailänderin
stets fordert, kann selbstverständlich keinen Verbrauchswert von 4,7 Liter
erwarten. Dennoch zeigte der Bordcomputer selbst unter Volllast erfreuliche
Werte an. Wer es etwas ruhiger angehen lässt, Start-Stopp in der Stadt
nutzt und der Schaltempfehlung folgt, erreicht mühelos einen Schnitt von fünf
Litern. Womit Alfa Romeo mit seinen Angaben wahrlich keine leeren Versprechungen
macht. In der Regel liegt der CO2-Ausstoß bei 124 g/km, was in Anbetracht
der gebotenen Leistung einem ebenso guten Ergebnis entspricht.
Das serienmäßig
gekoppelte 6-Gang-Schaltgetriebe lässt präzise und knackig manuelle
Schaltvorgänge zu und entspricht ganz dem Gusto eines Alfisti. Dem von uns
gefahrenen 170 PS-Diesel steht alternativ ein neues Doppelkupplungsgetriebe zur
Wahl. Hiermit senkt sich der Verbrauch um weitere 0,2 Liter und dann emittiert
er lediglich 119 k/km CO2. |
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Sicherheit "Beschütze
mich."
Mit dem serienmäßig gut geschnürten Sicherheitspaket, das
unter anderem sechs Airbags, Rückhaltesysteme, aktive Kopfstützen mit
weiterentwickeltem Schleudertrauma-Schutz und ISOFIX-Kindersitzbefestigungen,
eine Sicherheitspedalerie sowie -lenksäule umfasst, kommt in der Giulietta
keineswegs Unsicherheit auf.
Der Italo-Kompakte liegt ganz
auf Klassen-Niveau, verzichtet aber ebenfalls auf diverse
Fahrer-Assistenzsysteme, wie es sie derzeit einzig der neue Ford Focus bietet. |
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Ausstattung/Kosten "Liebe
mich." Gerne, doch wie so oft, hat auch diese Liebe ihren Preis.
Mindestens 19.900,- Euro sind es, die Alfa Romeo dem Kunden entlockt. Wenn sie
damit beim Einstiegspreis auch ordentlich zugelangt haben, so belohnen sie den Käufer
andererseits aber auch mit einer sehr umfangreichen Serienausstattung.
Die von uns gefahrene
Turismo-Version bietet für weitere 1.800,- Euro Aufpreis zusätzlich
eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, eine Audioanlage mit CD-/MP3-Player inklusive
sechs Lautsprechern, Leder-Lenkrad und -Schaltknauf, Sitzbezüge "Competizione",
eine Geschwindigkeitsregelanlage "Cruise Control" wie auch ein
Multifunktionsdisplay.
Auch optisch sorgt diese
Variante für Exklusivität, seien es die in Chrom ausgeführten
Fensterrahmen, die Nebelscheinwerfer oder die 16-Zoll-Leichtmetallräder im
Design "Sport" sowie im Innenraum die Applikationen in "Magnesium
Grey".
Kommt nun noch der 170 PS
starke 2.0 JTDM hinzu, sind mindestens 27.100,- Euro zu entbehren. Zwei
attraktive Sportpakete sowie ein Komfortpaket bieten dem Alfa Romeo Kunden
weitere Möglichkeiten zur Individualisierung.
In Anbetracht all dieser Umstände
unterbietet Alfa damit zahlreiche seiner Mitbewerber und vor allen Dingen den
deutschen Platzhirsch. Im Gegensatz zu diesem jedoch, der zudem in einer
Kombiversion oder gar in einer aufgeblasenen Plus-Variante verfügbar ist,
wird es die Giulietta in Zukunft ausschließlich als Fünftürer
geben - auch wenn uns die Aussicht auf ein Cabriolet auch wirklich gut gefallen
würde.
"So, und jetzt kaufe mich"
| (Stand: Januar
2012) |
AL |
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Technische Daten - 2.0
JTDM
| Hubraum |
1.956 cm³ |
| Zylinderzahl |
4 |
| Ventile |
16 |
| kW/PS - U/min |
125/170/4.000 |
| Nm bei U/min |
320/350/1.500 |
| Abgasnorm |
Euro 5 |
| CO2-Ausstoß |
124 g/km |
| Kraftstoffart |
Diesel |
| Tankvolumen |
60 Liter |
| Verbrauch innerorts |
5,8 Liter |
| Verbrauch außerorts |
4,1 Liter |
| Verbrauch Mix |
4,74 Liter |
| Reichweite |
1.270 km |
| Höchstgeschwindigkeit |
218 km/h |
| Sprint 0 - 100 km/h |
8,0 Sekunden |
| Länge |
4.351 mm |
| Breite |
1.798 mm |
| Höhe |
1.465 mm |
| Radstand |
2.634 mm |
| Wendekreis |
- |
| Kofferraumvolumen |
350 - 1.045 Liter |
| Leergewicht inkl. 75 kg Fahrer |
1.395 kg |
| Zul. Gesamt-Gewicht |
1.825 kg |
| Zuladung |
430 kg |
| Dachlast |
50 kg |
| Anhänger ungebremst |
500 kg |
| Anhänger gebremst |
1.300 kg | |
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