Karosserie Er
trägt das Nissan-Gesicht, dass wir auch vom Tiida und Note kennen,
besonders aufregend sieht der kleine Pixo damit aber nicht aus. Eher unaufgeregt
sorgt allenfalls die Frontschürze mit der schwarzen
Kunststoff-Rammschutzeinlage, die nach unten in einen großen Lufteinlass übergeht
mit den daran anschleißenden scharf geschnittenen Radläufen für
etwas Schwung.

Die Seitenlinie gibt sich klar
gezeichnet und durch das sanft abfallende Dach und dem Aufwärtsknick am
hinteren Seitenfenster einigermaßen dynamisch. Hätte man den Türgriff
der zweiten Tür versteckt, ginge der Kleine auch locker als Dreitürer
durch.
Richtig bullig steht der Pixo
mit seinem breit gezeichneten Heck da, die Horizontale betonen das eher schmale
Heckfenster und die massive Heckschürze mit der breiten Rammschutzleiste.
Schon von außen sieht man, dass die breite C-Säule und das kleine
Heckfenster die Rundumsicht stark einschränken, auch die A- und B-Säule
sind recht massiv ausgefallen.
Und auf den ersten Blick sieht
man auch schon, dass die Ladekante ziemlich hoch ausgefallen ist, was zudem die
gesamte Ladeöffnung merklich einschränkt.
Innenraum/Kofferraum Da
ist es fast kein Wunder, dass es nach der hohen Ladekante erst mal ganz schön
tief runter geht und danach ein nur bedingt nutzbarer, 129 Liter kleiner
Kofferraum auf uns wartet. Klappt man die Rücksitzlehne nach vorne,
entstehen bis zu 774 Liter Ladevolumen mit einem leicht ansteigen Boden, der
zudem im Kofferraum sehr lapprig ausfällt. Zum Öffnen muss man
entweder die Fernentriegelung oder den Schlüssel benutzen.
Rutschen wir eins nach vorne
und nehmen wir auf den Rücksitzen Platz. Als Erwachsener sollten wir das
nur tun, wenn vorne kein Fahrer größer 1,80 sitzt, denn dann stoßen
die Knie in die Vordersitzlehen und hier drücken harte Streben gegen die
Knie. Zudem sitzt man recht steil, was auf Dauer doch eher unbequem ist. Der
Ein- und Ausstieg ginge soweit noch in Ordnung, wenn es nur im Fußraum
nicht so sehr eng würde.
Okay, also Kinder auf den Rücksitz,
Erwachsene nach vorne. Und die finden hier ganz ordentliche Platzverhältnisse
vor, die Sitze sind ausreichend groß und halbwegs straff gepolstert,
allerdings bieten sie nur begrenzten Seitenhalt. Die manuelle Verstellung ist
okay, der Lenkrad kann kleinwagentypisch nur in der Höhe verstellt werden.
Zum Glück ist der Pixo nicht breiter, so kommt man auch auf der
Beifahrerseite noch gut an die manuelle Außenspiegelverstellung.
Die verwendeten Materialien
sind einfach, gegen aber durchaus in Ordnung, nur muss das alles so Grau sein?
Zwar schwingt sich das Cockpit noch ganz harmonisch von der Mittelkonsole aus
nach außen, aber mit dem hellen Grau unten, dem dunkleren oben und nur
wenig Applikation bleibt das Ganze doch recht trist. Das offene Handschuhfach
macht die Sache nicht unbedingt besser.

Die wenigen Bedienelemente sind
einfach zu bedienen, der Schalter für die Nebellampen ist leider etwas vom
Lenkrad verdeckt und es fehlt die Kontrollleuchte für die brennenden
Nebellampen. Der große Tacho ist gut ablesbar und modern gezeichnet, die
eckigen Luftaustrittsöffnungen in der Mitte des Armaturenbrettes hätten
wir uns auch rund wie die links und rechts außen gewünscht.
Komfort/Fahrwerk/Bremsen Mit
ausreichendem Fahrkomfort kann das Fahrwerk nicht nur in der Stadt, sondern auch
auf kurvenreichen Landstraßen überzeugen, zum Renner ist der Pixo,
vor allem mit Automatik-Getriebe, ohnehin nicht geboren. Der kleine
Fronttriebler ist leicht untersteuernd ausgelegt, um den echten Grenzbereich
auszuloten waren die Straßenzustände einfach zu schlecht, es war
nicht einmal möglich, in den 14 Testtagen eine schnee- oder eisfreie Straße
in ausreichender Länge zu finden.
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So musste diesmal nicht nur der
Slalomtest ausfallen, auch ein aussagekräftiger Bremstest war nicht
machbar, dafür konnten wir uns ständig davon überzeugen, dass der
kleine Nissan auch bei rutschigem Untergrund sauber in der Spur bleibt. Nicht
ganz überzeugend war für uns sein etwas schwammiges Verhalten auf
Schnee und Matsch, hier ging schnell das ansonsten gute Gefühl für die
Straße verloren.
Ein wenig merkwürdig war
auch die Tatsache, dass die ausreichend direkte und auch angenehm leichtgängige
Lenkung bei ganz langsamen Rangiermanövern teilweise sehr schwergängig
war. Das verwundert besonders deswegen, weil der Pixo eine geschwindigkeitsabhängige
Servolenkung an Bord hat.
Mit innenbelüfteten
Scheibenbremsen an der Vorderachse und Trommelbremsen hinten lässt sich die
Bremskraft angenehm dosieren und auch das Ansprechverhalten ist okay. Bei einer
Vollbremsung aus Tempo 100 steht der Pixo (laut ADAC) aber erst nach über
42 Metern, ABS und Elektronische Bremskraftverteilung sind serienmäßig.
Motor/Getriebe Er
ist für die Stadt gemacht, und hier reichen seine 50 kW/68 PS bei 6.000
U/min und auch das geringe Drehmoment von 90 Nm bei 3.400 Touren durchaus aus,
wer auf der Landstraße richtig flott vorankommen will, sollte statt der
Automatik lieber den Handschalter wählen. Auch wenn man beim
Automatikgetriebe selbst schalten kann und sich die Elektronik sogar ein Stückweit
zurück hält und die Schaltbefehle ausreichend zeitnah ausführt.
Fährt man im
Automatik-Modus, werden die Schaltvorgänge ausreichend sanft ausgeführt,
nach dem Tritt aufs Gas lässt sich die Automatik aber doch ganz schön
Zeit mit dem Zurückschalten. Für die Stadt ist diese Kombination aber
durchaus zu empfehlen, außerhalb mussten wir aber immer wieder mal ein
eher unmotiviertes Schalten feststellen.
Und was um Tempo bemühte Mitmenschen
am meisten stören wird, mit der Automatik braucht der Pixo statt 14 satte
17 Sekunden um aus dem Stand auf Tempo 100 zu kommen und die Höchstgeschwindigkeit
sinkt von 155 auf 150 km/h. Das ist aber leicht zu verschmerzen, für die
Autobahn ist der Kleine ohnehin nicht unbedingt die erste Wahl.
Der 1-Liter-Dreizylinder mit
elektronisch gesteuerter Benzineinspritzung und zwei obenliegenden Nockenwellen
wird schnell laut, sobald er gefordert wird. Und schon sind wir beim nächsten
Nachteil der Automatik gegenüber dem Schaltgetriebe: Der Verbrauch. Kommt
der Schalter in der Stadt mit 5,5 und außerorts mit 3,8 Litern Super aus,
verbraucht die Automatik stolze 6,7 in der Stadt und 4,5 außerhalb. Im Mix
stehen 4,4 Liter den 5,2 Litern der Automatik gegenüber. Eine von uns
selbst durchgeführte Messfahrt über unsere Normstrecke war wegen den
unwirtlichen Straßenbedingungen diesmal nicht möglich.
Immerhin schaffen beide Euro 5,
doch schon beim CO2-Ausstoß hat die Automatik-Variante mit 122 g/km gegenüber
103 des Schalters wieder das Nachsehen.
Sicherheit Vier
Airbags (Fahrer-, Beifahrer und Seitenairbags vorne) sind serienmäßig
an Bord, ebenso Kopfstützen und Dreipunktgurte auf allen vier Plätzen.
Optional kann für 590,- Euro das Safety-Pack geordert werden, hier sind
Kopfairbags und ESP drin. Allerdings gibt es das nur für die gehobenere
Ausstattungsreihe "Acenta".

Ausstattung/Kosten Mit
einem Einstiegspreis von 7.990,- Euro startet der Pixo Visia, der Acenta kostet
9.190,- Euro. Für ihn gibt es für 790,- Euro auch eine manuelle
Klimaanlage und für 1.200,- Euro die Vierstufenautomatik. Beide Varianten können
für 350,- Euro auch in eine Metallic-Lackierung gehüllt werden.
Ansonsten ist alles an Bord,
was man zum preiswerten Fahren unbedingt braucht, der Acenta hat dann auch noch
so luxuriöse Features wie elektrische Fensterheber oder Nebellampen an
Bord.
Alle 15.000 km bzw. einmal im
Jahr muss der Pixo zur Inspektion, die Versicherungseinstufungen lauten HPF 15,
VK 14 und TK 16. Die dreijährige Fahrzeuggarantie (max. 100.000 km) wird
ergänzt durch eine Garantie gegen Durchrostung von 12 Jahren und einer
Drei-Jahres-Lackgarantie. Bei Einhaltung der vorgeschriebenen Wartungsintervalle
gilt die Mobilitätsgarantie unbegrenzt.
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