Karosserie Während
der Tuscon noch eher den Charme eines Raubeins und Offroaders hatte, ist der
ix35 mit seiner sehr dynamischen und extravaganten Linienführung in einen
modernen und absolut schicken Anzug gehüllt.

Der neue markante Hexagon-Kühlergrill
mit großem Lufteinlass wird auch bei künftigen Modellen zum
Markenzeichen. Die runden Nebelscheinwerfer sind in schnittige Chromeinfassungen
integriert, die sich optisch an die Scheinwerfer anlehnen. Diese ziehen sich
stark nach hinten und drücken, untermalt von den Erhebungen auf der Haube,
pure Dynamik aus. Im Gesamten ist die Front recht hoch und wuchtig, die Radläufe
wirken dagegen regelrecht zierlich.
An Schwung fehlt es jedoch auch
der Seitenlinie nicht, die scharfe, unterbrochene Charakterlinie in Kombination
mit der abfallenden sportlichen Dachführung, der ansteigenden Gürtellinie
und der sich verjüngenden und schließlich spitz zulaufenden
Fensterpartie lassen den Hyundai ix35 zu einem der Sportlichsten seiner Art
werden. Nur die untere scharfe Kante über dem Seitenschweller will nicht so
recht in den harmonischen Verlauf passen.
Wiederum wunderbar integriert,
schafft der Dachkantenspoiler einen wunderbaren Übergang zum kompakten und
ebenso schnittigen Heck. Die Rückleuchten präsentieren sich nicht
minder schnittig wie die Frontleuchten, was auch für die
Nebelschlussleuchten gilt.
Innenraum/Kofferraum Im
Interieur zeigt sich der Tuscon-Nachfolger ebenfalls von einer frischeren und
wertigeren Seite. Angreiffreundliche und ansprechende Kunststoffe, schicke
Applikationen im Aluminium-Look, Chromakzente und feines Leder schaffen eine
wunderbare Wohlfühlatmosphäre. Während in der Basis noch viel
Schwarz auftrumpft, gefällt gerade in der Premium-Ausstattung die
zweifarbige Ausführung, die je nach Geschmack in Braun und Beige oder Braun
und Schwarz gehalten ist.
Die Sitze sind zwar neu und
erfüllen für einen SUV absolut die in sie gesetzten Erwartungen, könnten
für große Insassen aber gerne noch etwas größer und
passend zur sportlichen Optik der Außenhaut mit mehr Seitenhalt versehen
sein, ansonsten sind sie jedoch komfortabel und angenehm straff. Die
Sitzposition ist SUV-typisch recht hoch, dennoch ist es mit der Rundumsicht
nicht all zu gut bestellt, da die gesamten Dachsäulen sehr breit sind und
die Fensterfront an sich recht schmal ausfällt.
Das neue Vier-Speichen-Lenkrad
ist dank Höhen- und Weitenverstellung nicht nur praktisch sondern liegt
angenehm dick gut in der Hand und sieht zudem richtig schick aus.
Ausführung, Platzierung
und Optik der Bedienelemente ist ebenfalls vorbildlich. Groß ausgeführt,
in guter Reichweite schön weit oben platziert und intuitiv in der
Bedienung, wie auch der Touchscreen-Monitor mit dem man das Navigationssystem
steuert oder auch die in chromumrandeten Röhren platzierten Rundinstrumente
inkl. Bordcomputer.

Das Platzangebot für
Insassen wie Gepäck ist im Vergleich zum Tuscon spürbar angestiegen. Während
wir im Cockpit zwar gut eingepackt, jedoch keinesfalls beengt sitzen, können
sogar in Reihe Zwei problemlos auch drei Großgewachsene nebeneinander
Platz nehmen und bereits ab der Ausstattung Style werden wir hier von einer
serienmäßigen Sitzheizung verwöhnt.
Der Kofferraum fasst nun 591
Liter und stellt voll ausgebaut bis zu 1.436 Liter Stauraum zur Verfügung.
Hierzu müssen lediglich die Lehnen mittels einem Handgriff umgelegt werden,
die entstehende Ladefläche ist nahezu eben. Weiteren Platz für
Kleinigkeiten finden wir je nach Ausführung mit Reserverad oder
Reifen-Reparatur-Set unter dem Ladeboden oder aber in den zahlreichen Ablagen im
Fahrzeug, wie u.a. in den Türfächern, dem kühlbaren
Handschuhfach, der Mittelarmlehne vorne und hinten, an den Rückseiten der
Vordersitze sowie im Brillenfach und den Getränkehaltern.
Die Heckklappe schwenkt schön
weit nach oben auf, nur die uns dort erwartende Ladekante ist bauartbedingt
etwas höher, aber gut geschützt.
Komfort/Fahrwerk/Bremsen Sportlich-agil
sollte das Fahrwerk werden und dass scheint Hyundai soweit wir das in den Straßen
von Berlin erfahren konnten auch gelungen zu sein. Allerdings ging der ix35 mit
einer so überraschenden Härte ans Werk, dass wir doch ziemlich den nötigen
Komfort vermisst haben.
Wir hoppelten förmlich über
die nach diesem Winter stark beschädigten Straßen und gerade starke
Querrillen oder große Schlaglöcher dringen teilweise störend
hart ins Innere. Mehr noch war es das akustische laute Poltern an der
Hinterachse, was uns wirklich nervte. Eine Erfahrung, die wir so bisher bei
Hyundai noch nicht gemacht haben. Wir hoffen und wünschen uns, dass diese
Schwäche schnell beseitigt wird.
Doch es gibt nicht nur
schlechtes in punkto Fahrwerk zu berichten, der ix35 lies sich dank elektrisch
unterstützter Servolenkung spielerisch handeln, präzise lenken und
zeigte sich durchaus von seiner wendigen Seite. Das elektronische Stabilitätsprogramm
ESP kam in der Stadt sowie auf den Vorstadtstraßen zwar nicht zum Einsatz,
mehr zu tun hatte da die Traktionskontrolle, die vor allem bei einem ungestümen
Gasfuß das Durchdrehen der Räder beim Anfahren nicht ganz unterbinden
konnte, Frontantrieb eben.
Absolut keine Traktionsprbleme
mehr hatten wir mit der 4-WD-Variante, denn wie schon beim Tuscon können
Sie auch beim ix35 zwischen zwei Antriebskonzepten 2WD-Fronttriebler oder 4WD
mit Allradsystem wählen. Letzteres ist für einen Cityroader mit
Sicherheit nicht nötig, lässt Sie aber andererseits bei
unvorhersehbaren Hindernissen auch nicht im Regen stehen. Das Allradsystem
Interactive Torque Management kann bis zu 50 Prozent der Antriebskraft variabel
an die Hinterachse leiten.
Wiederum interessant für
ein City-Kreuzer ist das Smart Parking Assist System, das im Hyundai ix35
Premiere feiert. Mittels Sensoren erkennt das System passende Parkflächen
parallel zur Fahrbahn, sogenannte Parktaschen, und Möglichkeiten die sich
auf der linken Seite befinden. Zum Vergleich, ein VW Tiguan erkennt nur erstere!
Nun wird nur noch der Rückwärtsgang eingelegt, vorsichtig mit dem
Gaspedal das Fahrzeug in Bewegung gesetzt und schon parkt dieses selbstständig
ein.
Bestückt mit
Scheibenbremsen rundum, vorne innenbelüftet, und von ABS, einer
elektronischen Bremskraftverteilung sowie einem Bremsassistent unterstützt
sind die Vorraussetzungen für einen sicheres Bremsen gegeben. In der Stadt
zeigte sich die Bremsanlage schon mal von ihrer guten Seite, ein fester Tritt
ist nicht nötig, die Bremse spricht schnell an und ist auch angenehm in der
Dosierung. Eine automatische Bergabfahrkontrolle sowie -anfahrkontrolle sind außerdem
mit an Bord, Hilfen, die wir in der Stadt während der Präsentation
nicht ausprobieren konnten.
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Motor/Getriebe Zunächst
geht der neue Hyundai ix35 mit einem 163 PS-Benziner und zwei Dieselaggregaten
mit 136 PS oder 184 PS ins Rennen, wobei der kleinere Selbstzünder
voraussichtlich das Hauptvolumen einnehmen wird, für uns leider zu diesem
Zeitpunkt aber noch nicht zur Verfügung stand. Somit haben wir uns die
beiden anderen Motoren als 4WD für Sie einmal näher angesehen.
Mit 120 kW / 163 PS befeuert,
sorgt der 2.0 Benziner natürlich für guten Vortrieb, was 10,7 Sekunden
(11,3 Sekunden = Automatik) für den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100
belegen, dennoch fehlt ihm mit einem maximalen Drehmoment von 194 Newtonmetern
das erst bei 4.600 U/min einsetzt, einfach der nötige Durchzug.
Hier entwickelt der Diesel wesentlich
mehr Drehfreude und stellt je nach Getriebewahl ein maximales Drehmoment von 383
Nm (Schalter) oder 392 Nm (Automatik) bereits von unten heraus ab 1.800
Motorumdrehungen zur Verfügung und beschleunigt per Hand in runden zehn
Sekunden und mit dem Automaten sogar noch mal 0,2 Sekunden schneller. Das sind
zwar im Vergleich zum Benziner keine Welten, doch gerade in den vor allem
subjektiv wahrgenommenen Durchzugswerten schlägt der Diesel den Ottomotor
gehörig. In Verbindung mit der 6-Stufen-Automatik wirkt der Benziner
gefordert rau und zäh. In der Topspeed schlägt der Diesel den Benziner
mit 194 : 182 km/h bzw. 195 : 180 km/h mit der Automatik.
Sehen wir uns einmal den
Verbrauch im Vergleich an. Hier können beide Motoren mit sehr guten Werten
in ihrer Klasse punkten. Der 2.0 Benziner 4WD genehmigt sich mit dem
Automatikgetriebe im Mix 8,4 Liter, der Handschalter ist hier rund ein halben
Liter sparsamer. Beim Diesel macht dies sogar über einen Liter aus, hier
schafft das 6-Gang-Schaltgetriebe 6,1 Liter. Der CO2-Ausstoß beträgt
hierbei nur 159 Gramm, da kommt die Automatik mit 189 g/km nicht heran. Für
den Benziner gilt: 188 bzw. 200 g Kohlendioxid pro Kilometer.
Die Diesel sind beide mit einem
neue Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet und auf Wunsch auch mit einem
ebenfalls neu entwickelten Sechsstufen-Automatikgetriebe erhältlich. Dieses
schaltet sanft und gönnt sich nur bei Kickdown eine kleine Gedenksekunde.
Im manuellem Modus schaltet die Automatik erfreulicherweise nicht zurück
und lässt dem Fahrer somit die volle Freiheit. Auch für den Benziner
ist diese Automatik verfügbar, serienmäßig ist das
Benzin-Aggregat allerdings mit einem 5-Gang-Handschalter kombiniert. Dies ist
dann wie auch der manuelle 6-Gang-Schalter mit einer Schaltanzeige ausgestattet.
Sicherheit Zahlreiche
aktive wie passive Sicherheitselemente hat Hyundai im neuen ix35 serienmäßig
verbaut, da wären zunächst das Antiblockiersystem mit elektronischer
Bremskraftverteilung, das elektronische Stabilitätsprogramm ESP, die
Traktionskontrolle TCS, ein Bremsassistent und erstmals auch Bremslichter mit
Notfallfunktion, eine Berganfahrhilfe HAC und die Bergabfahrkontrolle DBC.
Systeme die den Fahrer unterstützen und die Unfallgefahr erheblich
minimieren.
Ist ein Crash jedoch nicht mehr
zu verhindern, kommen Airbags für Fahrer und Beifahrer, Seitenairbags,
Vorhangairbags die sich bis in den Fond erstrecken, Dreipunkt-Sicherheitsgurte
rundum, vorne höhenverstellbar sowie mit Gurtstraffer und
Gurtkraftbegrenzer, aktive Kopfstützen vorn und
Isofix-Kindersitzbefestigung auf den äußeren Plätzen hinten zum
Einsatz.

Ausstattung/Kosten Hyundai
hat, einmal abgesehen vom Fahrwerk, mit dem ix35 ein richtig tolles Auto auf die
Räder gestellt, dass nicht nur gut aussieht, sondern auch einen großen
Nutzwert bietet und das auf hohem Niveau. Doch was den neuen Hyundai-Zögling
gegenüber seinen Mitbewerbern VW Tiguan, Ford Kuga, BMW X1 oder Toyota RAV4
absolut unschlagbar macht, ist der Preis!
Der ix35 startet mit dem 2.0
Liter Benzin-Aggregat in Verbindung mit 2WD bei 20.990,- Euro und die
Basisausstattung Comfort bringt dann bereits so einiges an Ausstattung mit.
Leichtmetallfelgen im 16-Zoll-Format, elektrisch verstell- und beheizbare sowie
in Wagenfarbe lackierte Außenspiegel, eine Zentralverriegelung mit schlüsselintegrierter
Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber rundum, Bordcomputer, Klimaanlage
inklusive Pollenfilter und Umluftschalter, eine Audioanlage mit RDS-Radio,
CD-Player inklusive MP3-Wiedergabefunktion, sechs Lautsprechern sowie
Fernbedienung über Lenkradtasten und sogar eine
Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Ja, und das alles bereits in der
Einstiegsversion.
Die Variante Style ab 22.590,-
Euro setzt mit schickem Stoff-/Leder-Bezug sowie Lederbezug für Lenkrad und
Schalthebel, Außenspiegel mit integrierten Blinkleuchten und
Nebelscheinwerfern nicht nur optisch eins drauf, sondern verwöhnt zudem mit
einer Sitzheizung vorne UND hinten, ein Feature, das sich selbst Premiummodelle
teuer bezahlen lassen. Nicht unerwähnt bleiben dürfen natürlich
die Klimaautomatik, Lichtsensor, ein Fahrersitz mit einstellbarer Lendenwirbelstütze,
beleuchtete Spiegel in den Sonnenblenden, ein Reserverad mit Serienbereifung und
ein System zur Aktivierung eines spritsparenden Eco-Modus für die
Automatikversionen sowie das Rückfahrwarnsystem.
Was will man mehr, fragen Sie
sich jetzt sicher. Hyundai bietet mit der Ausstattungslinie Premium ab 26.390,-
Euro für den 2.0 4WD und ab 30.590,- Euro für den 184 PS starken 2.0
CRDi 4WD die passende Antwort.
Ledersitze in Kombination mit
einem Zwei-Ton-Innenraum, eine Geschwindigkeitsregelanlage, das
Reifendruckkontrollsystem TPMS, Regensensor, Frontscheibenwischer mit Enteiser,
speziell illuminierte, so genannte Supervision-Instrumente und Türeinstiegsleuchten
vorne, das Smart Key System, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, dunkel getönten
Scheiben ab der B-Säule und elektrisch einklappbare Außenspiegel.
Doch auf all diese
Annehmlichkeiten müssen Sie auch in der Comfort oder Style-Version nicht gänzlich
verzichten, mit gut geschnürten und vor allen Dingen preislich attraktiven
Paketen bietet Hyundai auch diesen Versionen die Möglichkeit diese Features
zu ordern.
Nur das
Sechsstufen-Automatikgetriebe, das zweiteilige, elektrische
Panorama-Hub-/Schiebedach sowie das Navigationssystem mit 6,5 Zoll
TFT-LCD-Farbbildschirm inkl. Rückfahrkamera sind den beiden höheren
Ausstattungen vorbehalten bzw. das Smart Parking Assist System der
Premium-Version.
Wiederum in jeder Ausstattung
serienmäßig enthalten, ist das vorbildlich geschnürte
Garantiepaket. Hiermit gewährleistet Hyundai 5 Jahre Fahrzeuggarantie und
Euro-Service jeweils ohne Kilometerbegrenzung sowie eine fünfjährige
Garantie auf die Lackierung sowie eine Übernahme aller Wartungskosten und
nicht zu vergessen 12 Jahre gegen Durchrostung.
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