Karosserie Vor
allem bei der hellen Lackierung unseres Testwagens fällt der mächtige
Kühlergrill am stärksten auf, der in der breiten Mittelstrebe das
Nummernschild aufnimmt. Darüber ziehen sich links und rechts die großen
Klarglasscheinwerfer bis weit in Richtung Frontscheibe.

Und die sorgt dann schon mal für
das gewisse Etwas, denn sie reicht bis weit ins Dach hinein und lässt so
nicht nur viel Licht nach innen, sondern gestattet es den Insassen, auf Wunsch
einen für die meisten ungewohnt freien Blick nach vorne und vor allem nach
oben zu genießen. Besonders das ansonsten häufig notwendige gebückte
Suchen nach der Ampel gerät hier zum entspannten Betrachten, während
man ganz bequem in den Sitzen ruht.
Nachdem unser Testwagen in der
Ausstattungslinie Exklusive gehalten war, konnte er mit zahlreichen schicken
Chromapplikationen glänzen, so z.B. rund um den Kühler, an den Außenspiegeln,
entlang der unteren Seitenfensterlinie und der Heckklappe, an den Türgriffen
und nicht zuletzt den großen Doppelwinkeln des neuen Firmenlogos.
Schwungvoll geht es in der
Seitenansicht zu, die Sicke in Höhe der Türgriffe, die Fenster- und
schließlich die Dachlinie verlaufen alle in schönem Schwung nach
hinten, besonders der kleine Aufschwung-Knick am hinteren Seitenfenster, den die
weit in die Seite laufenden Rückleuchten wieder aufgreifen, sorgt für
jede Menge Dynamik.
Genauso schwungvoll geht es am
Heck weiter, die schräg stehende Heckscheibe schwingt mit den Rückleuchten
mit, die glattflächige Heckschürze endet mit einem schwarzen
Kunststoffansatz, das Dach mit einem kleinen Spoiler, der auch die dritte
Bremsleuchte aufnimmt.
Innenraum/Kofferraum Mehr
noch als an der Karosserie hebt sich die Exklusive-Ausstattung im Innenraum
positiv vom Einsteigermodell ab. Ein schicker Materialmix sorgt hier für
eine sehr hochwertige Anmutung. Neben dem schick lackierten Armaturenbrett
sorgen die Aluapplikationen u.a. am unten abgeflachten Lenkrad, an den Türinnengriffen
und rund um den Schalthebel mit den schwarz glänzenden Klavierlack-Einsätzen
in der Mittelkonsole für mehr als einen Blickfang.

Schick auch, wie die Abdeckung über
den drei ineinander verschachtelten Rundinstrumenten schwebt, wie chromumrandete
Schalter den großen Monitor in der Mitte des Cockpits umrahmen, einzig die
Radioeinheit ist im C3 etwas weit nach unten gerutscht. Als Ausgleich dafür
gibt es eine Lenkradfernbedienung, neben der Aluapplikation sorgt schickes Leder
am Volant für Wohlbefinden, allerdings ist es unerwartet hart gepolstert.
Gut gefallen hat uns auch der dicke, mit
Leder und Alu verschönte Handbremsgriff, leider recht schwer zu erreichen
war der Hebel, mit dem die Sitzlehne verstellt wird, ansonsten konnten die Sitze
mit sportlicher Ausformung und bequemer Polsterung punkten, durch den Lederbezug
leidet allerdings der Seitenhalt vor allem im Schulterbereich ein wenig.
Schön anzusehen und
optimal abzulesen präsentieren sich hinter dem Lenkrad endlich wieder drei
klassische Rundinstrumente, Schluss mit schlechten Gerüchen macht der
Parfumspender rechts davon. Zu dessen behaglichem Duft gesellt sich noch das in
Reihe eins durchwegs gute Raumangebot, das von der Zenith-Frontscheibe noch zusätzlich
unterstützt wird.
Einziger Nachteil liegt in den
Sonnenblenden, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind (sie lassen
sich nicht zur Seite schwenken), in ihrer Qualitätsanmutung etwas gegenüber
dem Cockpit abfallen und keine Schminkspiegel aufweisen. Man kann halt nicht
alles haben.
Das gilt auch für die Rücksitze,
auf denen es schon beim Rein und Raus im Fußbereich ziemlich eng zugeht.
Hat man dann Platz genommen, sitzt man in der Regel zu steil und die Beine
liegen nicht auf, der Platz hinter einem 1,80 m großen Fahrer reicht für
ebenso große Mitfahrer gerade so, die Sitzlehnen der Vordersitze sind zur
besseren Raumgewinnung stark ausgehöhlt. Da spürt man so ein klein
wenig, dass der C3 zu den kleinsten seiner Klasse gehört.
Gar nicht kleinlich ist der
Franzose in Sachen Kofferraum. Auch wenn alles über eine recht hohe
Ladekante mit anschließender gut 20 cm hohen Stufe muss, der angenehm
glattflächige Kofferraum fasst gute 300 Liter und mit zwei Handgriffen ist
die im Verhältnis 60:40 geteilte Rücksitzlehne umlegt. Dann kann man über
reichlich Ladevolumen verfügen, wir wollen aber nicht verschweigen, dass
der Boden leicht ansteigt und eine fast 10 cm hohe Stufe beim Beladen doch stört.
Vier Verankerungshaken und ein optionales, herausnehmbares Trennnetz halten das
Gepäck an seinem Platz.
|
 |
Komfort/Fahrwerk/Bremsen Beim
Citroën C3 wird den Insassen ein ordentlicher Komfort geboten, trotzdem
kann das Fahrwerk mit neuer Vorder- und Hinterachse nicht verhindern, dass grobe
Querrillen deutlich nach innen weitergeleitet werden. Auf der anderen Seite legt
sich der Kleine ganz schön mit seiner Karosserie in die schnell angefahrene
Kurve, und auch im schnellen Richtungswechsel schmeißt er seine Insassen
vehement hin und her.
Dabei bleibt der Wagen
insgesamt sehr gutmütig, reagiert gut auf die angenehm straffe und direkte
Lenkung, mit der man den C3 zielgenau dirigieren kann.
Einen weiteren Punkt in Sachen
Komfort gewinnt der C3 mit dem VTi 120 Benziner, der selbst gefordert nur wenig
kernig und kaum laut wird. Da stört die Tatsache, dass bei nur einem geöffneten
Fenster schon ab Tempo 60 nervende Wummergeräusche auftreten.
Die komfortable Federung macht
sich bei starken Notbremsungen durch ein tiefen Eintauchen der Front bei
gleichzeitig deutlichem Anheben des Hecks bemerkbar. Dabei spricht die
Bremsanlage aber auch entsprechend spontan an, packt fest zu und bringt den
Wagen aus Tempo 100 nach rund 40 Metern zum Stehen, allerdings wurde der
Bremsweg mit zunehmend warmer Bremse etwas länger.
Neben ABS inkl. elektronischem
Bremskraftverstärker und Bremsassistenten sorgen innenbelüftete
Scheibenbremsen vorn und Trommelbremsen hinten für die Verzögerung,
derzeit sind Scheibenbremsen an der Hinterachse nur für den HDi 110 FAP
vorgesehen.
Motor/Getriebe Für
unsern Test haben wir uns für den zusammen mit BMW entwickelten
Vierzylinder-Benziner mit 88 kW/120 PS entschieden. Der 16-Ventiler entwickelt
aus 1.598 cm³ Hubraum ein maximales Drehmoment von 160 Nm. Er beschleunigt
den C3 in 9,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und wenn es sein muss weiter
bis zur Topspeed von 190 km/h.
Sorgt man für ausreichend Drehzahl,
wird der VTi 120 auch richtig flott, und das sogar ohne allzu laut zu werden,
nimmt man die Drehzahl etwas zurück, zeigt sich das Aggregat eher von
seiner zähen Seite, der Durchzug ist meist nur verhalten.
Den sechsten Gang haben wir
hier und da auch etwas vermisst, so muss man sich mit der serienmäßigen
Fünfgang-Schaltung zufrieden geben, die exakt und angenehm straff auf
ausreichend kurzen Wegen geführt ist, aber irgendwie liegen die Gänge
nicht exakt auf der erwarteten Reihe, so muss man doch hin und wieder etwas
besser zielen.
Mit der normalen
16-Zoll-Bereifung kann der C3 VTi 120 einen Stadtverbrauch von 7,9 Litern
vorwiesen, außerorts sind es 4,8 Liter Super auf 100 km. Im Rahmen unserer
Benzinmessfahrt haben wir auf 100 km 5,8 Liter verbraucht. Der CO2-Ausstoß
liegt dann bei 136 g/km, das Fahrzeug erreicht die Abgasnorm Euro 5.
Sicherheit Sechs
Airbags verrichteten in unserem Testwagen ihre Sicherheitsarbeit: Frontairbags für
Fahrer und Beifahrer (auf der Beifahrerseite deaktivierbar), Seitenairbags vorne
und Kopfairbags vorne und hinten. Ebenso ist ABS sowie eine Traktions- und
Stabilitätskontrolle an Bord, dazu Sicherheitsgurte (vorne mit
pyrotechnischen Gurtstraffern und -kraftbegrenzern) auf allen Plätzen,
Kopfstützen sowie ISOFIX-Befestigungen hinten auf den Außensitzen.

Ausstattung/Kosten Die
Einstiegsvarianten oder Sondermodelle legen bereits knapp über der 10.000,-
Euro-Grenze los, unser VTi 120 in der Exklusive-Ausstattung hat natürlich
seinen Preis und startet bei 18.800,- Euro. Da ist dann aber auch wirklich schon
eine ganze Menge an serienmäßigen Features und Luxus an Bord.
So lassen sich hier nicht nur
die Außenspiegel elektrisch einstellen und beheizen, auch die Fensterheber
arbeiten vorne wie hinten elektrisch. Eine Einparkhilfe entschärft das
nicht sonderlich gut einsehbare Heck, die Klimaanlage verfügt über
eine vollautomatische Regelung. Das Lederlenkrad ist mit der schicken
Aluapplikation verziert und zweifach verstellbar, die Felgen sind aus Alu, die
Seitenscheiben hinten wie die Heckscheibe sind dunkel getönt, ein Tempomat
ist ebenso Serie wie die elektrische Servolenkung, die Zentralverriegelung, die
höhenverstellbaren Vordersitze, CD-Radio mit Fernbedienung, geschäumtes
Armaturenbrett und vor allem die Zenith-Windschutzscheibe.
Als Extras waren in unserem
Testwagen zudem noch das Lederpaket mit Sitzheizung vorne für 850,- Euro,
das Navigationssystem mit Bluetooth für 1.100,- Euro und eine
Sonderlackierung für 215,- Euro untergebracht. 1.100,- Euro kostet es auch,
wenn Sie die Viergang-Automatik wünschen, und dann gibt es noch ein
Luxus-Paket, ein Sicht-Paket und einiges mehr.
Alle 30.000 km bzw. alle zwei
Jahre ist ein Wartungsintervall fällig, die Versicherungseinstufungen
lauten 15 für die Haftpflicht, 17 für Vollkasko und 19 für
Teilkasko.
|