Karosserie An
der Optik hat sich seit der Markteinführung nichts geändert, und noch
immer steht der C-Crosser, eine Gemeinschaftsproduktion mit Peugeot und
Mitsubishi, frisch gestylt da, der Doppelwinkel des Firmenlogos bildet mit zusätzlichen
Chromleisten den Kühler und sorgt so schon mal für das typische
Markengesicht.

Weiterer Chrom rund um die
Nebellampen, als Leiste über dem unteren Kühler, an den
Seitenschwellern, an der Unterkante der Seitenfenster und nicht zu vergessen als
breite Leiste an der Heckklappe sorgt zusammen mit der mattsilbernen Dachreling
für den nötigen Schuss Hochwertigkeit, der die letzten Zweifel am
Einsatzgebiet des SUV beseitigt. Trotz angedeutetem Unterfahrschutz und
Allradantrieb ist der C-Crosser auf dem Asphalt zuhause.
Ab der zweiten Tür sind
die Fenster dunkel getönt, der Dachkantenspoiler nimmt die dritte
Bremsleuchte auf und sorgt mit den klar gezeichneten Rückleuchten für
einen sportlichen Abschluss, der gut mit den markant ausgestellten Radläufen
harmoniert.
Unverändert wurde auch die
zweigeteilte Heckklappe beibehalten und so kann der Citroën mit einer
niedrigen Ladekante (61 cm) und dank dem nach unten wegklappenden Teil, das mit
bis zu 200 kg belastet werden darf, beim Beladen seine ganz praktische Seite
zeigen.
Innenraum/Kofferraum Die
geht zwar bei einer Nutzung aller sieben Sitze mit nur noch 184 Litern
Kofferraum etwas verloren, aber schon bei nur noch fünf Sitzen lassen sich
441 Liter unterbringen, wohlbemerkt wenn die zweite Sitzreihe ganz hinten steht.
Die kann nämlich um bis zu 80 mm in Längsrichtung verschoben werden
und sorgt so entweder für fürstliche Platzverhältnisse auf der Rückbank
oder für 510 Liter Stauraum. Auf den Gleitschienen im Boden lassen sich
auch schwere Gegenstände mühelos verschieben, das bedingt aber auf der
anderen Seite ein Festzurren jegweder Ladung, die sonst haltlos im Laderaum
umherrutscht.
Und der kann sich durch
Umklappen auch der zweiten Sitzreihe ganz schön lang machen, was auch
bequem vom Kofferraum aus geht. Dann steckt der C-Crosser stattliche 1.686 Liter
weg, da werden ggf. die 565 kg Zuladung beim HDi 155 DCS schnell aufgebraucht
sein.
Dass es auf den beiden Sitzen
in Reihe drei nur bedingten Komfort gibt und diese Plätze nur was für
den Notfall sind, braucht man bei der Fahrzeuggröße eigentlich nicht
erwähnen, das Ein- und Ausklappen der Sitze gelingt im Prinzip einfach, ein
vorheriger Blick in die Bedienungsanleitung kann aber nicht schaden.
Auch wenn man, vor allem
wegen der Längsverschiebbarkeit der Rücksitze, auch in Reihe zwei sehr
bequem sitzt, die besten Plätze sind klar in Reihe eins. Sehr gute
Platzverhältnisse, bequem elektrisch zu verstellende Sitze mit straffer
Polsterung und guter Ausformung für ausreichenden Seitenhalt bieten einen
feinen Sitzkomfort, nur die kaum einsehbaren, an der Sitzseite platzierten
Schalter für die Sitzheizung stören etwas das positive Bild, auch die
Tatsache, dass selbst auf der Stellung "Hi" die tatsächliche
Heizleistung eher zurückhaltend ist.
Zumeist wird immer gleich das
gesamte Cockpit einer dezenten Überarbeitung unterzogen, hier nicht. Nur
die in Röhren steckenden Rundinstrumente wurden neu gezeichnet, wobei sie
eigentlich jetzt eher klassischer ausgefallen sind. Das ist aber reine
Geschmacksache, gut ablesbar sind die neuen auch, aber jetzt hat man die
Platzierung von Tacho und Drehzahlmesser vertauscht, jetzt sitzt letzterer auf
der linken Seite. Nicht eben berauschend war der Radioempfang in unserem
Testwagen, und an der nicht immer konstanten Heizleistung hat sich leider auch
nichts getan, manchmal wurde es im Innenraum schon bei 17 eingestellten Grad schön
warm, mal war es bei 25 ° noch kalt.

Der Rest ist geblieben, ein
angenehmer Materialmix mit einigen silbergrauen Applikationen, die durch das
DCS-Getriebe einen neuen Schaltknauf und drumherum eine neue, ebenfalls
silbergraue Einfassung erhalten hat. Der obenrum eher harte Kunststoff ist auch
geblieben, aber bei unserem Testwagen der Variante Exclusive waren nicht nur die
Sitze mit schickem Leder mit hellen Nähten bestückt, sondern auch am
Armaturenbrett (über Tacho und Handschuhfach) tauchte die schick vernähte
Tierhaut wieder auf, ebenso an der oberen Türverkleidung und der
Mittelarmlehne, was den Innenraum natürlich ungemein aufwertet. Dass
heutzutage gespart wird wo es nur geht sieht man auch daran, dass man hinten auf
die Ledereinlagen verzichtet hat. Und wie teuer mag es sein, in die beiden
Make-Up-Spiegel ein Lichtlein zu legen?
Nicht ganz so toll ist auch die
ziemliche Unübersichtlichkeit nach schräg hinten, besonders mit
hochgeklappten Sitzen in Reihe drei, deren Kopfstützen dann zusammen mit
den breiten Dachsäulen nur noch wenig Freirum für den Blick zurück
lassen, aber Einparkhilfe und Rückfahrkamera und schließlich die großen
Außenspiegel machen Rangiermanöver trotzdem zum Kinderspiel.
Komfort/Fahrwerk/Bremsen Der
C-Crosser aus dem Hause Citroën setzt seinen Schwerpunkt klar auf Komfort,
sein Fahrwerk bügelt Straßenschäden gut weg und bietet besten
Langstreckenkomfort. Dementsprechend neigt sich die Karosserie bei schneller
Kurvenfahrt oder in unserem Slalomtest deutlich zur Seite.
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Der variable Allradantrieb des
C-Crosser gibt dem Fahrer aber zum Glück die Möglichkeit von 2WD
(Frontantrieb) der das Untersteuern fördert auf 4WD (Allradantrieb) zu
wechseln. Dann stabilisiert sich der Wagen spürbar, das Untersteuern wird
nahezu neutralisiert und das Heck wird im Grenzbereich deutlich ruhiger. Wenn
man jetzt noch das ESP deaktiviert, sind auch richtig sportliche Kurvenfahrten
kein Problem.
Wer will, kann abseits der Straßen
auch eine Differentialsperre bemühen, dann ist der C-Crosser kaum zu
bremsen, wobei aber schon allein die geringe Bodenfreiheit von 174 mm und die
geringen Böschungswinkel (22° vorn, 21° hinten) sowie der noch
geringere Rampenwinkel von nur 19° einen Ausflug ins echte Gelände
ohnehin zur grauen Theorie machen, zudem dürfte der in der Mitte weit
runter hängende Auspuff im Gelände schnell abreißen. Aber die
Traktion erhöht sich durch 4WD vor allem bei Nässe und Schnee ganz
ernorm. Und dann verschwindet auch das Zerren der 156 Diesel-PS an der
Vorderachse.
Mit der straffen und
zielgenauen Lenkung lässt sich der C-Crosser gut dirigieren und komfortabel
handeln. Auch auf schnellen Autobahnpassagen geht der gute Kontakt zur Fahrbahn
nicht verloren, wird aber etwas geringer.
Der Bremsanlage wird auch vor
einer Vollbremsung aus Autobahntempo heraus nicht bange, die Scheibenbremsen
vorn (innenbelüftet) und hinten packen über ABS gesteuert und vom
Notbremsassistent und Elektronischer Bremskraftverteilung unterstützt
ordentlich zu, sprechen schnell an und sind angenehm zu dosieren. Den Komfort trüben
bei einer Vollbremsung nur das laute ABS-Rubbeln und Reifenquietschen etwas.
Gerade noch gut ist der aus Tempo 100 immerhin 39 Meter lange Bremsweg bis zum
Stilstand.
Motor/Getriebe Ein
SUV und ein Diesel ist immer eine gute Kombination, so auch im C-Crosser, zumal
der 115 kW / 156 PS starke 2,2-Liter Common-Rail-Diesel schon am Start angenehm
ruhig läuft. Innen zumindest, denn außen wird sein Arbeiten auch mit
markanter Akustik untermalt. Innen wir er nur voll gefordert etwas kerniger,
aber zu keiner Zeit aufdringlich oder störend.
Dafür sorgt sein maximales
Drehmoment von 380 Nm bereits ab 2.000 U/min für guten Durchzug und mit dem
brandneuen DCS Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Vorwärtsgängen war
unser Testwagen bei den Durchzugsmessungen immer einen Tick schneller als der
Vorgänger mit Handschaltung.
Dabei will das DCS vor allem eins sein:
komfortabel. Und das gelingt ihm hervorragend, die Schaltvorgänge
vollziehen sich schnell und sehr sanft. Selbst wenn man auf "S"
wechselt werden die Schaltvorgänge ausgesprochen sanft ausgeführt, außer
bei Vollgas bekommt man davon kaum was mit. Dabei dreht es die Gänge in "S"-Stellung
höher aus und wird noch einen Tick schneller, aber immer steht der Komfort
ganz oben.
Und Sie können selbst
schalten, und zwar richtig, die Elektronik hält sich erfreulicherweise zurück
und überlässt dem Fahrer die Wahl des richtigen Ganges, das geht ganz
sportlich mit Schaltwippen am Lenkrad. Das neue elektronisch gesteuerte
Schaltgetriebe mit Doppelkupplung, sorgt für beste Fahreigenschaften und
hohen Komfort in allen Konfigurationen und ist eine absolute Premiere für
die Marke.
Es verwendet zwei Kupplungen
und die Bezeichnung DCS steht für "Dual Clutch System". Dank
Schleichgang beim Lösen des Bremspedals ist eine sehr leichte Manövrierbarkeit
bei niedriger Geschwindigkeit garantiert, zudem bietet es den Komfort der
Berganfahrhilfe. Mit den Schaltwippen kann man auch den vorübergehenden
Gangwechsel befehlen um dann automatisch wieder zur Vollautomatik zurückzukehren,
ein längeres Betätigen der Schaltwippe " + " bewirkt das
Selbe.
Das Nachsehen hat das DCS wenn
es um die Beschleunigung von Null auf Hundert und die Topspeed geht, 12,5 statt
11 Sekunden und 198 statt 200 km/h sind hier zu verbuchen. Und auch wenn es um
den Verbrauch geht, kann das Doppelkupplungsgetriebe zwar in der Stadt mit 9,2
Litern mithalten, außerorts liegt der Verbrauch mit 6,1 Litern Diesel auf
100 km um 0,3 Liter höher, auf unserer Benzinmessstrecke schlug sich der
HDi 155 DCS mit 7,4 Litern noch ganz passabel.
Der CO2-Ausstoß liegt im
Mix bei 192 g/km, auch hier ist ein FAP Rußpartikelfilter natürlich
serienmäßig an Bord, der C-Crosser bekommt auch die grüne
Umweltplakette, schafft aber nur Euro 4.
Sicherheit Keine
Veränderung gab es in der Sicherheitsausstattung, sechs serienmäßige
Airbags (Frontairbags, Seitenairbags in den Sitzlehnen und durchgehende
Vorhangairbags), dazu ISOFIX-Kindersitzhalterungen, Kopfstützen und Gurte
auf allen Plätzen, für Fahrer und Beifahrer höhenverstellbar und
mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern.

Ausstattung/Kosten Der
115 kW starke 2.2 HDi 155 FAP DCS, also mit Doppelkupplungsgetriebe ist
ausschließlich in der Ausstattungslinie Exclusive zu bekommen und steht
mit 40.050,- Euro in der Preisliste. Das ist schon ganz schön viel, aber
die Ausstattung ist entsprechend umfangreich und beinhaltet u.a. 7 Sitzplätze,
Einparkhilfe, Xenonlicht, Bluetooth, Sitzheizung vorne, Chromdekor, 18 Zoll
Alufelgen, Lederausstattung, Regensensor, Nebelscheinwerfer, Dachreling, ABS,
ESP und ASR, Tempomat, Klimaautomatik, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel,
Bordcomputer, Lichtsensor und eine Einparkhilfe hinten, um mal nur die
wesentlichsten Dinge zu nennen.
Aus der Aufpreisliste seien an
dieser Stelle das elektrische Glas-Schiebedach für 890,- Euro, die
Metallic-Lackierung für 590,- Euro und das NaviDrive-HiFi-Paket mit Rückfahrkamera,
Subwoofer etc. für 3.380,- Euro erwähnt, es gibt hier aber auch noch
Kotflügelverbreiterungen, seitliche Trittbretter und einiges mehr.
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