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Toyota
- Techniktag - Alles über Hybrid Klimawandel und CO2-Emissionen - Schlagwörter, die momentan aktueller sind denn je und um die keiner mehr herum kommt. Und dann fällt auch schnell der Begriff "Alternative Abtriebe". Für Toyota kam dieses Thema allerdings alles andere als überraschend. Mit dem Prius feiert Toyota mittlerweile den 10.Hybrid-Geburtstag und hat bereits die 3. Generation im Angebot. Anlässlich dieses Jubiläums lud Toyota zu den Technik Tagen ein und stellte sich unseren Fragen, räumte häufig geäußerte Bedenken bei Seite und teilte uns noch so einige interessante Dinge mit. Allein im Jahr 2006 produzierte Toyota weltweit rund 320.000 Hybrid-Fahrzeuge. Die Gesamtproduktion (Toyota und Lexus) hat inzwischen die Eine-Million-Marke überschritten. Doch Toyota kann nicht nur mit Hybridantrieben punkten, auch die Dieselmotoren mit D-Cat-Technologie können überzeugen wenn es um die Reduzierung von Schadstoffen geht. |
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Wie funktioniert ein
Hybridfahrzeug?
Für den Fachmann kein Wunder, denn gestartet wird das Fahrzeug voll elektrisch, der Benzinmotor wird erst unterwegs vollautomatisch zu- oder abgeschaltet. Auch das Abstellen des Fahrzeugs erfolgt wie gewohnt: Anhalten, den Wählhebel in Stellung "P" bringen und per Start-/Stop-Knopf abschalten. Was gibt es beim Tanken zu
beachten?
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Sind Hybridfahrzeuge lahme Öko-Autos?
Der Lexus GS 450h z.B. erledigt den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 5,9 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Dass die Hybridtechnik auch für Sportwagenkonzepte geeignet ist, beweist die aktuelle Toyota Studie FT-HS mit einem 400 PS starken Hybridantrieb. Der gerade erst vorgestellte Lexus LS 600h bietet sogar 445 PS und verdeutlicht nochmals welche Entwicklung die Hybridtechnik genommen hat, denkt man zurück an die 98 PS beim Prius I und die dort angewandte Technik. Zurück zum neuen Flaggschiff, dass mit einem Fünf-Liter-V8-Motor und einem leistungsstarken Elektromotor, der mit einer neu entwickelten Hochleistungsbatterie gekoppelt ist, arbeitet. Die Kombination erreicht eine Systemleistung von 327 kW / 445 PS, der Beschleunigungswert liegt bei rund sechs Sekunden. Dabei kommt die Limousine auf einen Durchschnittsverbrauch von etwa 9,3 Litern auf 100 Kilometer. Die CO2-Emissionen liegen unter 220 g/km, ein Wert, den man sich bei dieser Fahrzeugklasse auf der Zunge zergehen lassen muss. |
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Lexus ist mit dem RX 400h, dem GS 450h und nun dem LS 600h in Europa die einzige Marke, die drei Hybridmodelle anbietet. Toyota hat momentan "nur" den Prius im Angebot, aber auch diese Palette soll in Zukunft erweitert werden. Wie hoch ist der
Wartungsaufwand für ein Hybridfahrzeug?
Nimmt der Hybrid viel Platz
im Fahrzeug weg?
Wie wird sich die
Umweltstrategie bei Toyota in Zukunft weiter entwickeln?
Als nächsten Schritt denkt man konkret an Hybridmodelle, die an der heimischen Stromversorgung aufgeladen werden können. Damit wird die Reichweite im Elektromodus deutlich erhöht und die Belastung der Umwelt verringert. Weltweit verfolgt Toyota eine vielfältige Strategie, dazu gehören Benzinmotoren ebenso wie der Diesel, alternative Kraftstoffe und Elektrofahrzeuge. Und bei all den Aktivitäten werden auch die konventionellen Antriebe nicht vergessen und es wird viel in deren Weiterentwicklung investiert. |
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Ist ein Einsatz von
Dieselhybridantrieben in Europa geplant?
Was ist ein Mild-Hybrid?
Im Bruchteil einer Sekunde kann beim Mild-Hybrid der Verbrennungsmotor gestartet werden, so lässt sich ohne großen Aufwand eine Start-Stop-Automatik realisieren, die den Motor beim Anhalten umgehend abstellt. Das spart bis zu 15% Kraftstoff und gleichzeitig kann das Drehmoment vor allem bei niedrigen Drehzahlen um bis zu 30% erhöht werden. Dieses System bietet derzeit in Deutschland nur Honda mit dem Civic Hybrid an. Der integrierte Generator liefert hier eine Leistung von 20 PS. Sind die Batterien nicht
ein enormer Schwachpunkt?
Hohe Leistungsabgabe, großes Speichervolumen und vor allem eine lange Laufzeit stehen im Pflichtenheft der Batterie-Entwickler ganz oben. Und Haltbarkeitstests mit dem Prius haben gezeigt, dass eine moderne Batterie Laufleistungen von 100.000 km problemlos mitmacht. Berliner Taxifahrer kommen mit Prius-Fahrzeugen der ersten Generation schon auf eine Laufleistung von über 300.000 km. Das hier herkömmliche Bleisäurebatterien nicht mehr in Frage kommen, ist klar, allein der schnelle Wechsel von Energieaufnahme und -abgabe liegt ihr nicht. Viel Leistung bei geringer Größe schafft die Lithium-Ionen-Batterie. Ihr Nachteil: sie werden sehr heiß und könnten im Extremfall bei Überladung oder Beschädigung explodieren. Alternative Materialien werden diese Akkus aber betriebssicherer machen, und so rechnet man schon 2008 mit ersten Serienmodellen. |
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Eine interessante Alternative bilden Superkondensatoren. Diese Super-Caps sind ideal für kurzzeitiges Speichern hoher Energiemengen, wie z.B. beim Bremsen. Beim Beschleunigen kann sie ebenso schnell wieder abgerufen werden. Längeres Speichern wird aber schwierig, also ist diese Lösung mehr was für den Mild-Hybrid. Als Kompromiss für den Voll-Hybrid hat sich die Nickel-Metallhybrid-Batterie (NiMH) gezeigt. Um dem Problem, die Batterie nie ganz zu entladen oder komplett laden zu können, greift Toyota zu einem Trick: eine elektronische Ladungssteuerung hält die Batterie immer in einem definierten Ladefenster. Ein Ende der Batterieentwicklung ist aber noch lange nicht abzusehen, bei künftigen Speichersystemen fallen je Liter Bauvolumen 1.300 Watt statt wie bisher 400 Watt an. Die Höchstleistung in diesem Bereicht beträgt über 4.200 Watt (NiMH-Batterie 2.700 Watt). Warum überhaupt ein
Hybrid-Antrieb?
Hinzu kommt, dass z.B. rund 60% der Amerikaner täglich höchsten 25 Kilometer fahren, 82 Prozent bleiben unter 80 km. Bei uns in Deutschland spielt sich rund die Hälfte des Verkehrs in der Stadt ab. Und genau hier ist ein normaler Motor besonders schlecht und ein Hybrid besonders gut, und somit die Einsparmöglichkeiten besonders hoch. |
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Im Vergleich zu einer Limousine mit Ottomotor liegt der Toyota Prius bei 57% der CO2-Emission, ein aktueller Diesel bei 63% und auch ein Brennstoffzellenfahrzeug wird unter Berücksichtigung des Produktionszyklus und der Kraftstoffherstellung nicht wesentlich darunter liegen. Ein Dieselhybrid wäre da ideal, wären da nicht die hohen Kosten der Produktion und der Abgasreinigung. Wie sieht das Zielprodukt
aus?
Auch hier wird Bremsenergie zurückgewonnen, die Elektromotoren können als Generator zum Laden der Batterie dienen. Die Brennstoffzelle hat den besten Wirkungsgrad bei niedriger Ausgangsleistung aus dem Stand, ist dem Verbrennungsmotor hier hoch überlegen. Dann fällt zwar auch hier der Wirkungsgrad ab, bleibt aber im Hybridsystem immer über dem eines Benzinhybriden. Die Effizienz hängt aber stark von der Art der Wasserstoffherstellung ab - die Herstellung aus Biomasse oder erneuerbaren Energien ist aber noch Zukunftsmusik, bringt jedoch bis zu 90%. Ein weiterer Vorteil des Brennstoffzellenhybrid ergibt sich aus der Tatsache, dass die komplette Technik im Fahrzeugboden verschwinden kann. Ein Auto mit Radnabenmotoren könnte bei gleicher oder kleinerer Verkehrsfläche mehr Platz und Komfort bieten als ein herkömmliches Fahrzeug. Derzeit fehlt für einen Brennstoffzellenhybrid aber nicht nur die Infrastruktur, also die Tankstellen, auch bei der Speicherung gibt es noch Entwicklungsbedarf und der Betrieb unter extremen Temperaturbedingungen bereitet noch Schwierigkeiten. Ein großes Problem für die Automobilindustrie sind zudem noch die Kosten. Mit einer großflächigen Verbreitung solcher Fahrzeuge ist nicht vor 2015 zu rechnen, es könnte aber auch leicht 30 Jahre länger dauern. Da weiß man doch erst mal, was man beim Toyota- und Lexus-Hybrid hat: Ein funktionierendes und fast schon völlig ausgereiftes System, das den Weg in die Serienproduktion längst gefunden hat. Schauen Sie mal in unser Testarchiv, wir haben die sauberen Japaner schon für Sie gefahren. |